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Kommt das Aus für den Falkenkeller?

Barsinghausen Kommt das Aus für den Falkenkeller?

Der Falkenkeller als unabhängiger Jugendtreffpunkt steht möglicherweise vor dem Aus. Der Treffpunkt ist seit Monaten so gut wie verwaist. Der Bezirksverband der Falken als offizieller Träger des Jugendcafés denkt über einen Ausstieg aus dem Projekt nach.

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Zurzeit geschlossen: der Falkenkeller im Tiefgeschoss der Wilhelm-Stedler-Schule.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Stadtjugendpfleger Björn Wende bestätigt, dass der Betrieb im Falkenkeller praktisch zum Erliegen gekommen ist. „Es gibt seit längerer Zeit sehr wenige Aktivitäten.“ Hinzu komme, dass es Probleme mit einer defekten Heizung sowie Schimmelbildung hinter einem Heizkörper gegeben habe, berichtet Wende – offenbar auch als Folge mangelhafter Lüftung. „Das Projekt wird überdacht“, sagt der Jugendpfleger.

Die Falken hatten im Frühjahr 2013 nach jahrelanger Diskussion die Trägerschaft des Jugendkellers im Gebäude der Wilhelm-Stedler-Schule übernommen. Anfangs sei der Treffpunkt gut genutzt worden, berichtet Falken-Landesgeschäftsführer Ralf Tietge. Im Laufe des Jahres 2014 sei das Interesse dann deutlich abgeflaut. „Offenbar sind viele der früher Aktiven weggezogen.“

In der zweiten Jahreshälfte 2015 hat es dem Vernehmen nach nur noch ein einziges Treffen im Falkenkeller gegeben – kurz vor Weihnachten, als viele der in alle Winde zerstreuten Falkenkellernutzer offenbar zum Familienbesuch am Deister weilten. "So macht das Ganze keinen Sinn", sagt Tietge. Noch sei zwar nichts entschieden, betont der Landesgeschäftsführer. "Aber es sieht so aus, dass wir unser Engagement zurückfahren."

Im Laufe dieses Monats will Tietge zunächst das Gespräch mit den noch verbliebenen Falkenkellernutzern suchen. Danach werde es ein Gespräch mit der Barsinghäuser Stadtverwaltung geben. Am Ende könnte die Aufkündigung der Trägervereinbarung mit der Stadt Barsinghausen stehen, bestätigt Tietge. „Das tut mir persönlich leid, weil Barsinghausen eine solche Einrichtung eigentlich braucht." Der Falkenkeller sei ein Raum, in dem Jugendliche eigene Ideen entwickeln und umsetzen könnten. Das Projekt könne aber nur dann funktionieren, „wenn die Jugendlichen ein Stück weit Verantwortung übernehmen". Daran fehlt es nach Tietges Worten aber zurzeit. „Es gibt keine eigenen Strukturen mehr vonseiten der Jugendlichen."

Aus pädagogischer Sicht hält auch Jugendpfleger Björn Wende eine Einrichtung wie den Falkenkeller für sinnvoll. „Es wäre schön, wenn der Treffpunkt erhalten bliebe oder wenn es gelänge, etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen“, sagt Wende.

Von Andreas Kannegießer

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