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Falkenkeller schließt nach 22 Jahren

Barsinghausen Falkenkeller schließt nach 22 Jahren

Aus für den Falkenkeller: Zum letzten Mal haben Nutzer und Unterstützer des unabhängigen Jugendtreffs am Sonnabend bei einer Abschiedsfeier die Türen abgeschlossen - und das Projekt im Untergeschoss der Wilhelm-Stedler-Schule beendet.

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Mitglieder des Falkenkeller-Teams und Gäste feiern den Abschied.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. „Wir wollen den Falkenkeller nicht so sang- und klanglos in Vergessenheit geraten lassen, sondern noch einmal an die Bedeutung dieses Treffpunktes für viele junge Menschen aus Barsinghausen erinnern“, sagte Hanno Bruchmann, der von 2001 bis 2006 zum sogenannten Keller-Team des selbst organisierten Jugendcafés gehörte.

Gemeinsam mit Lea Steinert, die 1994 zu den Gründern des damals neu eröffneten Falkenkellers zählte, hatte Bruchmann eine kleine Abschiedsfeier mit rund 50 ehemaligen Nutzern und Unterstützern des Treffs organisiert. Zudem hatte Lea Steinert eine Ausstellung mit Texten und Fotos über 22 Jahre Falkenkeller vorbereitet. In den nächsten Wochen und Monaten will die Barsinghäuserin weiteres Material sammeln, um eine Chronik zu erstellen.

„Der Falkenkeller hat mich und viele Generationen junger Menschen in Barsinghausen geprägt. Hier haben Jugendliche eigene Ideen entwickeln und umsetzen können. So ein Treffpunkt wird in Barsinghausen fehlen“, betonte Lea Steinert. Zum Angebot des Jugendtreffs gehörten viele MusikKonzerte, die legendären Rock-im-Grass-Festivals, Kino- und Diskussionsabende sowie die regelmäßigen Thekentreffs.

Allerdings stand der Falkenkeller seit dem Jahr 2003 auch verstärkt im Zentrum heftiger Auseinandersetzungen, nachdem junge Rechtsextremisten den Treffpunkt der links-alternativen Szene überfallen hatten. In den Folgejahren kam es immer wieder zu ähnlichen Vorfällen und zu Diskussionen über die Zukunft des Falkenkellers.

Erst als die Falken aus Hannover im Frühjahr 2013 die Trägerschaft übernahmen, blieben die Konflikte aus. Ab 2014 kamen jedoch immer weniger Besucher in den Falkenkeller, der Betrieb wurde 2015 nahezu eingestellt. Vor wenigen Wochen gaben die hannoverschen Falken schließlich ihre Trägerschaft wieder auf.

Von Frank Hermann

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