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Feuerwehren sichern ihre Ausrüstung

Barsinghausen Feuerwehren sichern ihre Ausrüstung

Gut zwei Wochen ist es her, dass unbekannte Täter bei einem Einbruch in das Gerätehaus der Schwerpunktfeuerwehr Barsinghausen Ausrüstungsgegenstände im Wert von 40 000 Euro gestohlen haben. Die Kommunen des Calenberger Landes sind besorgt, dass auch dort die Feuerwehr-Gerätehäuser zum Ziel von Einbrechern werden könnten.

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Das Feuerwehrgerätehaus in Wennigsen
ist mit einem schweren Metallgitter und einer Alarmanlage gesichert. Doch gerade viele kleinere Standorte verfügen nicht über solch einen Schutz.

Quelle: Jennifer Krebs

Barsinghausen. Zwar gab es bislang noch keine Einbruchsversuche bei den Feuerwehren in Gehrden, Wennigsen und Ronnenberg. Doch die Tatsache, dass Geräte wie der in Barsinghausen unter anderem entwendete hydraulische Rettungssatz zuletzt häufig von Verbrechern dazu benutzt werden, um Geldautomaten aufzubrechen, ist auch den Verantwortlichen dort nicht entgangen.

„Wir können natürlich nicht alle Gegenstände wegschließen“, sagt Ronnenbergs zuständiger Dezernent Wolfgang Zehler. Aber die wichtigsten Wertgegenstände - vor allem die teuren Hochleistungsgeräte, die über die Grundausstattung hinausgehen - seien gesichert. Zudem funktioniere bislang die soziale Kontrolle, die wegen der Lage der Feuerwehrhäuser in Wohngebieten gegeben sei, meint Zehler.

Wie in Barsinghausen und Ronnenberg sind die Geräte der Feuerwehren auch in Gehrden und Wennigsen versichert. Dennoch sind die Verantwortlichen vorsichtig und wollen keine konkreten Angaben dazu machen, wie sie die Ausrüstung sichern. „Wir sind bislang von Einbrüchen verschont geblieben“, sagt Gehrdens Stadtsprecher Frank Born. „Wir hoffen sehr, dass das so bleibt, und geben daher nicht bekannt, welche Feuerwehrhäuser eine Einbruchmeldeanlage haben und welche nicht.“

Ähnlich äußert sich Wennigsens zuständiger Dezernent Olaf Fals. Alle Geräte seien versichert, große Werte seien in den Feuerwehrhäusern zusätzlich gesichert. „Wie, das werden wir aber nicht verraten“, sagt Fals.

Nach den Worten von Barsinghausens Erstem Stadtrat Georg Robra plant die Stadtverwaltung zum Thema Sicherheit Begehungen mit Experten in allen 17 Feuerwehrhäusern. „Wir werden das Thema mit der Feuerwehr und der Polizei erörtern“, sagt Robra. Ziel der Gesamtanalyse sei es, eine fachliche Expertise zu erhalten, erläutert der Erste Stadtrat. „Vielleicht müssen wir die Gerätschaften dann nochmal anders sichern.“ Die Barsinghäuser Polizei hat unterdessen nach der Sicherung der Spuren an dem gestohlenen, später aber wiederentdeckten Hydraulik-Aggregat noch keine abschließenden Ergebnisse vorliegen.

„Die Auswertung dauert ein paar Wochen“, sagt Eckhard Brosowski vom Kriminalermittlungsdienst im Barsinghäuser Polizeikommissariat. Die gesicherten Spuren würden an das Landeskriminalamt weitergeleitet, erläutert Brosowski.

Dort müsse zunächst geprüft werden, ob die Fingerspuren ausreichen für einen Abgleich mit der bundesweiten Fingerabdruck-Datenbank. Zudem müsse gegebenenfalls geklärt werden, ob die Spuren von Feuerwehrleuten stammen, die zuvor mit den Gerätschaften hantiert hatten. Das sei aufwendig und brauche viel Zeit, sagt Brosowski.

Von Kerstin Siegmund, Andreas Kannegießer und Björn Franz

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