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Fibromyalgie-Betroffene stärken sich gegenseitig

Barsinghausen Fibromyalgie-Betroffene stärken sich gegenseitig

Seit fünfzehn Jahren trifft sich die Selbsthilfegruppe Fibromyalgie jeweils am zweiten Mittwoch des Monats in den Räumen der Apotheke hoch 2 in Barsinghausen zum Erfahrungsaustausch. Den Gruppengeburtstag haben die Frauen am Sonnabendvormittag mit einem gemeinsamen Frühstück im Naturfreundehaus gefeiert.

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Die Mitglieder der Fibromyalgie-Selbsthilfegruppe lassen sich nicht unterkriegen – auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Barsinghausen. Von den zehn Gründungsmitgliedern sind heute noch Angelika Poleschner, Uschi Becker, Anke Jonas-Schasse und Karla Riechers in der von Rita Kern initiierten Gruppe aktiv. „Erste Informationen über die Erkrankung haben wir damals von der Deutschen Fibromyalgie-Vereinigung bekommen“, erinnert sich Gruppensprecherin Angelika Poleschner. "Außerdem steht uns die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kibis in Hannover auch heute noch bei Bedarf zur Seite", fügt die 64-Jährige hinzu.

Ein langer Leidensweg liegt hinter und noch vor den Frauen. „Die Krankheit Fibromyalgie ist eine schwere, nicht heilbare Erkrankung, bei der es sich um sogenannte Faser-Muskelschmerzen handelt. Es können alle Muskeln des gesamten Körpers betroffen sein“, erläutert Uschi Becker. Die stellvertretende Gruppensprecherin leidet seit mehr als 30 Jahren daran. „Erst vor 15 Jahren hat eine Wennigserin Ärztin die richtige Diagnose gestellt“, erinnert sich die 67-Jährige. Die Krankheit könne weder am Röntgenbild noch anhand eines Blutbildes nachgewiesen werden, sondern nur durch Druckpunkte, die sogenannten Tenderpoints, erzählt die 80 Jahre alte Karla Riechers. Heilung gebe es nicht, aber zumindest ein gewisse Linderung sei möglich - unter anderem durch Wassergymnastik oder Nordic-Walken.
Am jährlichen Fibrotag, der stets in einer anderen deutschen Stadt stattfindet, nehmen einige Gruppenmitglieder teil, um sich neue Informationen zu holen und Vorträge zu hören. Die Gruppe selbst lädt Fachleute ein, die über das Krankheitsbild berichten. „Das Wichtigste aber ist, dass wir zusammen lachen können. Wir treffen uns zusätzlich zu den Gruppenabenden monatlich zum Kaffeeklatsch, bei dem nach Möglichkeit nicht über die Krankheit gesprochen wird“, berichtet Becker. Außerdem finden auch Ausflüge mit den Partnern statt. Am beliebtesten seien jedoch die traditionellen Weihnachtsfeiern. „Wir unterstützen uns gegenseitig, hören einander zu, trösten uns und können auch manchmal Ratschläge geben“, sagt Becker.
Die Gruppe trifft sich stets am zweiten Mittwoch im Monat von 17 bis 19 Uhr in der Apotheke hoch 2, die Anfang 2017 von der Bahnhofstraße in die Marktstraße 1 umzieht. „Unsere Treffen finden dann dort statt“, betont Becker.
Interessierte können sich telefonisch bei Angelika Poleschner unter Telefon (05105) 45 65 oder bei Uschi Becker unter (05105) 2867 melden.

Von Heidi Rabenhorst

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