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Flashmob: Über 200 Leute tanzen auf dem Thie

Barsinghausen Flashmob: Über 200 Leute tanzen auf dem Thie

Der Flashmob am Thie war mit über 200 Teilnehmern ein Erfolg. Die Aktion sollte ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Barsinghäuser tanzten 25 Minuten lang zu Cindy Laupers „Girls Just Wanna Have Fun“, dem Lied „Ich bin Ich (Wir sind Wir)“ von Rosenstolz und „I Will Survive“ von Gloria Gaynor.

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Der geplante Flashmob am Thie war mit über 200 Teilnehmern ein Erfolg. Die Aktion sollte ein Zeichen setzen – gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Letzteres wurde spontan ins Programm aufgenommen, da der Barsinghäuser Musiker Heribert Giegerich krankheitsbedingt ausfiel. Spontan war auch die gesamte Veranstaltung an sich. Bis kurz vor Beginn des Tanzes um 12 Uhr war nicht klar, wie viele Leute teilnehmen würden. „Es ist ein Experiment. Das nicht auszuprobieren wäre falsch“, sagte Daniela Scheibe von der Labora-Jugendwerkstatt. Gemeinsam mit der Gleichstellungsbeauftragten Susanne Brandts hatte sie die Tanzveranstaltung organisiert. Die Bürger waren eingeladen worden, zum Tanz am Thie zusammenzukommen – jeder so, wie es ihm gefällt.

Auf eine Choreographie, die für Flashmobs oft üblich ist, verzichteten die Koordinatoren bewusst. „Das Thema ist ganz individuell und muss auch so behandelt werden“, sagte Scheibe: „Deshalb ist es schön, dass die Aktion so viel Freiraum lässt.“

Als Polonaise, im Ringelreihen, zu zweit, zu dritt oder allein tanzten Jung und Alt am Thie ausgelassen bis die Musik verstummte. Rund 100 Schüler vom Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) unterstützten die Aktion so erfolgreich, dass Daniela Scheibe die Lieder noch einmal von vorn startete.

Für einige Schüler hätte die Aktion sogar noch ausführlicher sein können. „Es wäre schön gewesen, wenn man noch eine Rede dazugehört hätte oder die Hintergründe etwas erläutert worden wären. So war es fast etwas zu wenig“, sagte Claas Winninger vom HAG. Über das Erscheinen der Schüler freuten sich aber auch die anderen Tänzer. „Es war gut, dass die Jugendlichen hier waren“, sagte Beate Römkorf, „Freude statt Angst zu verbreiten ist immer gut.“ Ähnlich sieht das auch Renate Brzenczek. „Das war sehr befreiend, aber mit einem ernsten Hintergrund. Ich denke, dass Bewusstsein wird dadurch geschärft“, sagte die Barsinghäuserin nach der Veranstaltung.

So viel positive Resonanz war auch für Scheibe eine Überraschung. „Barsinghausen kann’ s! Das war toll. Mit so vielen Menschen hatte ich wirklich nicht gerechnet“, sagte sie begeistert. Organisiert hatten die Frauen den Flashmob im Zuge der „One Billion Rising“-Initiative. Diese hatte zu Aktionen rund um Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufgerufen, die am 14. Februar in den Städten stattfinden sollten. Mit öffentlichen Tänzen soll das Thema ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. Neben Barsinghausen nimmt auch die Stadt Hannover an dem Projekt teil. Dort trafen sich die Aktivisten um 15.30 Uhr zum gemeinsamen Tanz.

Ein Flashmob ist die Zusammenkunft vieler Menschen, die an öffentlichen Plätzen gemeinsam etwas Ungewöhnliches tun. Das können zum Beispiel Tänze, eine Kissenschlacht oder minutenlanges Erstarren sein. Die Teilnehmer eines Flashmobs kennen sich untereinander meistens nicht. Sie erfahren online, durch soziale Medien, von der Aktion und verabreden sich für den genauen Zeitpunkt und Ort. Ein Flashmob lebt oft von der Überraschung, die Passanten zeigen, wenn plötzlich zahlreiche Menschen, offensichtlich willkürlich, das Gleiche tun. Häufig werden sowohl die Aktion der Teilnehmer als auch die Reaktion der verblüfften Umstehenden gefilmt und online gestellt. Grundsätzlich soll der Flashmob unterhalten, mittlerweile stehen aber oft auch politische Bewegungen dahinter.

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Von Johanna Kruse

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