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Flüchtlingsunterkunft entsteht am Rottkampweg

Barsinghausen/Egestorf Flüchtlingsunterkunft entsteht am Rottkampweg

Der Standort für eine Flüchtlingsunterkunft in Egestorf steht fest: Die Stadt hat am Donnerstag ein Grundstück am Rottkampweg gekauft, auf dem bis September ein Gebäude für bis zu 164 Menschen entstehen soll. Eine Folge: Die geplante Unterkunft an der Einsteinstraße soll nun deutlich kleiner ausfallen.

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Symbolbild: Flüchtlingsunterkunft in Modulbauweise an der Straße Alt-Vinnhorst in Hannover.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Egestorf. „Wir verzeichnen derzeit einen spürbaren Rückgang bei der Zuweisung weiterer Flüchtlinge zur Unterbringung in Barsinghausen“, sagte Bürgermeister Marc Lahmann. Noch vor einen Monat habe die Stadt wöchentlich etwa 40 Menschen aufnehmen müssen. „Im Moment ist es so, dass pro Woche drei oder vier Menschen neu zu uns kommen“, erläuterte er. Da die Zuwanderung über die sogenannte Balkanroute nach den Grenzschließungen mehrerer europäischer Staaten fast zum Erliegen gekommen ist, habe die Stadt ihren Bedarf für Wohnraum von Flüchtlingen neu berechnet und ihre Pläne angepasst. „Unsere jetzige Prognose ist ganz anders als vor vier Wochen, als wir den Bau der Unterkunft in Kirchdorf beschlossen haben“, sagte Lahmann. Daher habe er mit der Region Hannover vereinbart, die Hälfte der Module, die für den Standort an der Einsteinstraße in Kirchdorf bestimmt waren, für eine Unterkunft in Egestorf zu nutzen.
In einer Eilentscheidung hatte der Verwaltungsausschuss dem Kauf der rund 10 000 Quadratmeter großen Freifläche zwischen dem Rottkampweg und dem Egestorfer Friedhof zugestimmt. „Diese Eilentscheidung war notwendig, da die Module durch die Region Hannover bereits bestellt und in Fertigung sind“, betonte Lahmann. Regionsdezernentin Andrea Fischer habe dem Vorhaben trotz höherer Kosten für die Region zugestimmt.

Lahmann erwartet eine spürbare Entlastung für die Anwohner der Einsteinstraße. Ursprünglich sollten in der dort geplanten zweistöckigen Unterkunft in Modulbauweise bis zu 328 Menschen untergebracht werden. Gegen diese Größe hat sich die Bürgerinitiative „Gemeinsam für Barsinghausen“ ausgesprochen und eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge im Stadtgebiet gefordert.

Dem Beschluss des Verwaltungsausschusses zufolge sollen nun vorerst jeweils 116 Menschen in den geplanten Unterkünften an der Einsteinstraße und am Rottkampweg einziehen. Beide Standorte sollen bis September bezugsfertig und für eine maximal mögliche Zahl von 164 Bewohnern ausgelegt sein.

Trotz des aktuellen Rückgangs der Flüchtlingszahlen prüfe die Stadt vorsorglich weitere Standorte für den Bau von Gemeinschaftsunterkünften und suche weiter nach dezentralen Unterkünften. „Die bisherige Dynamik der Flüchtlingskrise hat gezeigt, dass sich die Situation jederzeit ändern kann“, sagte Lahmann.
Zum Austausch über die geplanten Unterkünfte lädt die Verwaltung für Dienstag, 29. März, um 18 Uhr zu einem Informationsabend in die Aula des Schulzentrums am Spalterhals ein.

Von Carsten Fricke

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