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Förderung für Pro Beruf wird beendet

Barsinghausen Förderung für Pro Beruf wird beendet

Damit die von der Beratungsgesellschaft Pro Beruf angebotene Berufsorientierung für Hauptschüler fortgesetzt werden kann, beantragt die FDP-Fraktion, dass die Stadt für die nächsten beiden Haushaltsjahre jeweils bis zu 52 000 Euro zur Verfügung stellt.

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Berufsorientierung in der Fahrradwerkstatt: Patrik (links), Auszubildender Manuel, Joel, Bernd Dannenberg und Pascal.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Hintergrund ist die Ankündigung des Landes, das Hauptschulprofilierungsprogramm aus der Förderung zu streichen. Die Landesregierung will statt dessen 167 Sozialarbeiterstellen an Schulen schaffen. Die bislang von den Kommunen beschäftigten Mitarbeiter sollen vorrangig übernommen werden. Das ist laut Bernhard Klockow, FDP-Ratsfraktionsvorsitzender, eine gute Meldung. Allerdings habe die Stadt keine Schulsozialarbeiter. Er geht davon aus, dass es zwei Jahre dauere, diese Stellen zu besetzen. Somit müsse der Vertrag mit Pro Beruf gekündigt werden, weil es eine Finanzierunglücke gebe.

Davon betroffen wären Lisa-Tetzner-, Goethe- sowie Bert-Brecht-Schule. Das Pro Beruf-Konzept, Jugendliche in eine Ausbildung zu vermitteln, sei seit 14 Jahren erfolgreich. Es müsse weiter geführt werden. Das sehen SPD, CDU, Grüne und Aktiv für Barsinghausen (AfB) ebenso. Die Fraktionen beraten allerdings erst nächste Woche über das Thema. Doch den Druck, schnell zu handeln, sieht SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing nicht: „Die Verhandlungen zwischen Land und kommunalen Spitzenverbänden laufen noch. Es wird nach einer Lösung gesucht, auf welche Füße die Förderung für Pro Beruf künftig gestellt wird.“ Es reiche aus, sich mit dem Thema während der Haushaltsberatungen im Oktober auseinander zu setzen. Der Vertrag gelte zudem noch bis zum 31. Juli 2017.

Ulrike Westphal, Fraktionschefin der Grünen, sieht ebenfalls noch Verhandlungsspielraum. Es gehe bei der vom Land geplanten Umstrukturierung auch um die Qualifikation der Berater der Firmen: „Wenn es formal für Barsinghausen nicht passt, dann wird daran gearbeitet.“ Grundsätzlich sei die Berufsorientierung eine Landesaufgabe. „Aber zur Not müssen wir in den sauren Apfel beißen“, meint sie.

Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Roland Zieseniß sieht eine Finanzierung durch die Kommune kritisch. Er hofft, dass es notfalls gelingt, von anderer Seite, wie zum Beispiel der Region, Drittmittel zu erhalten. Kerstin Beckmann (AfB) will das Konzept von Pro Beruf erhalten. Sie bezweifelt, dass Sozialarbeiter alle Aspekte der Berufsberatung abdecken können.

Von Jörg Rocktäschel

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