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Fotos zeigen unermessliche Weite des Weltalls

Barsinghausen Fotos zeigen unermessliche Weite des Weltalls

Erst seit rund zweieinhalb Jahren widmet sich der Egestorfer Heinz Jüttner der Astrofotografie - und hat es in dieser Zeit bereits zu beachtlicher Meisterschaft gebracht. Der Lohn für sein Können: Jüttner darf seine Fotos von Sternenhaufen und Sonnensystemen in der Volkshochschule Calenberger Land (VHS) ausstellen.

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Heinz Jüttner (vorne) führt die Besucher der Vernissage durch die Ausstellung und erläutert ihnen seine astronomischen Fotos.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Ein halbes Jahr lang präsentiert die VHS rund zwei Dutzend von Jüttners Aufnahmen auf den Fluren ihrer Hauptstelle am Langenäcker in Barsinghausen. Die Verbindung zwischen dem Egestorfer Hobbyfotografen und dem Bildungsinstitut besteht schon länger: Eine von Jüttners Fotografien vom Pferdekopfnebel - einer mehrere Lichtjahre großen Dunkelwolke im Sternbild Orion - ziert bereits den Umschlag des neuen Volkshochschulprogramms für das Herbstsemester.

Unglaublich detailreich und meist sogar farbig leuchtend sind die Aufnahmen, die Jüttner von der Sonne, dem Mond und vielen sehr viel weiter entfernten Elementen am nächtlichen Sternenhimmel angefertigt hat. Bei der Vernissage am Dienstagabend vor rund 25 Gästen erläuterte Jüttner ausführlich, welche technischen Voraussetzungen notwendig sind, um so ungewöhnliche Motive auf den Speicherchip einer Digitalkamera zu bannen. Darüber hinaus plauderte der Egestorfer auch noch kenntnisreich über Galaxien, astronomische Besonderheiten und die unfassbar großen Entfernungen im Weltall.

Jüttner hatte zunächst mit einem herkömmlichen Teleobjektiv damit begonnen, Details des Nachthimmels zu fotografieren. Inzwischen benutzt der Fotograf ein astronomisches Teleskop, an das seine mit speziellen Filtern ausgestattete Spiegelreflexkamera angeschlossen werden kann. Belichtungszeiten von teilweise mehr als drei Stunden sind erforderlich, um das sehr schwache Sternenlicht einzufangen. Die technische Besonderheit dabei: Jüttner nutzt eine astronomische Nachführeinheit, um während der Belichtungsdauer den Effekt der Erddrehung auszugleichen. "So bleibt das Objekt im Fokus immer zentriert", erläuterte der Fotograf.

VHS-Programmbereichsleiterin Ruth Schütte lobte die Arbeit des Egestorfers. "Es ist sehr besonders, dass wir mit Ihnen und Ihren Fotos einen Blick in die unermesslichen Weiten des Alls wagen können", sagte sie. Für die Betrachter gelte es, sich einzulassen auf die Farbigkeit und Tiefenwirkung der Bilder. "Wie bei jedem anderen Kunstwerk auch ist die Schönheit erst durch sehr feines und genaues Betrachten zu erschließen." Die Ausstellung kann während der normalen Öffnungszeiten der VHS-Zentrale besucht werden.

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Fotostrecke Barsinghausen: Fotos zeigen unermessliche Weite des Weltalls

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Von Andreas Kannegießer

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