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Freilichtbühne will Turnhalle Unter den Eichen übernehmen

Barsinghausen Freilichtbühne will Turnhalle Unter den Eichen übernehmen

Die wegen Einsturzgefahr derzeit gesperrte Turnhalle Unter den Eichen hat offenbar doch noch eine Zukunft: Die Stadt Barsinghausen will die Halle einschließlich der angebauten Obdachlosenunterkunft an den Verein Deister-Freilichtbühne übertragen und dann sanieren lassen.

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Die Stadt Barsinghausen will die Halle Unter den Eichen mit Hilfe der Deister-Freilichtbühne erhalten.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Zur Sanierung des Gebäudes hoffen Stadt und Freilichtbühne auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm für integrierte ländliche Entwicklung (ILE) Calenberger Land.

Die schon lange nicht mehr für den Sport genutzte Turnhalle Unter den Eichen war jahrelang aus Sicht der Stadt eher ein Klotz am Bein, der sich aber nicht sinnvoll vermarkten ließ. Die Stadt hatte deshalb mit der Brieftauben-Reisevereinigung Deister einen Nutzungsvertrag zu für den Verein günstigen Bedingungen abgeschlossen. Die Taubenfreunde zahlen derzeit jährlich 1785 Euro Pacht, haben aber im letzten Jahrzehnt zusätzlich eine fünfstellige Summe für Reparaturen investiert.

Nachdem Gutachter im vergangenen Winter festgestellt hatten, dass die Dachkonstruktion und die Unterdecken nicht mehr ausreichend tragfähig sind, schien wegen der enormen Sanierungskosten zunächst nur noch der Abriss in Frage zu kommen. Die Experten der städtischen Gebäudewirtschaft taxieren die Sanierungskosten auf rund 280 000 Euro. Ein Abriss für sämtliche Gebäudeteile würde laut Angebot eines Fachbetriebs rund 155 000 Euro kosten.

Die Stadtverwaltung plädiert allerdings für einen Erhalt und die Sanierung des maroden Gebäudeensembles am Waldrand. In einer Beschlussvorlage für die Ratsgremien begründet der zuständige Fachdienst das mit der Geschichte der Turnhalle, die als eines von wenigen erhaltenen Gebäuden die Entwicklung der Stadt dokumentiere. Die Turnhalle war nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Regie der britischen Armee von deutschen Kriegsgefangenen als Garage und Werkstatt der sogenannten Fahrkolonne errichtet worden. Später wurde sie dann zur ersten Gemeindesporthalle umgebaut. Ein weiteres Argument für den Erhalt der Halle ist die angebaute Obdachlosenunterkunft. Die Lage am Waldrand habe sich angesichts der besonderen Klientel als sehr geeignet herausgestellt, da so „Nutzungskonflikte im innerstädtischen Raum vermieden werden können“. All das habe die Verwaltung veranlasst, nach Lösungsmöglichkeiten für den Erhalt zu suchen, „der zudem auch noch wirtschaftlich darstellbar ist“.

Das daraufhin ausgearbeitete Konstrukt sieht vor, dass die Freilichtbühne als künftige Eigentümerin einen Zuschussantrag über 300 000 Euro bei der ILE-Region stellt. Zusätzlich soll die Freilichtbühne einen Zuschuss über 65 000 Euro von der Stadt erhalten, um die Halle wieder auf Vordermann zu bringen. Die Stadt will nach der Sanierung die Obdachlosenunterkunft von der Freilichtbühne anmieten. Abgesprochen ist außerdem, dass die Brieftauben-Reisevereinigung den mit der Stadt abgeschlossenen Pachtvertrag löst und später mit der Freilichtbühne einen vergleichbaren Vertrag abschließt. Die Deister-Freilichtbühne will die sanierte Halle auch anderen Institutionen wie etwa dem Waldkindergarten zur Nutzung anbieten.

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Von Andreas Kannegießer

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