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Der Steg: Helfer wollen Kräfte sammeln

Barsinghausen Der Steg: Helfer wollen Kräfte sammeln

Neun Freiwillige kümmern sich ehrenamtlich um die Unterstützungs- und Betreuungsangebote der Steg-Selbsthilfegruppe für Psychiatrieerfahrene und deren Angehörige. Mehr und mehr kommen diese Helfer jedoch an die Grenzen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit - und wollen mithilfe einer Supervision neue Kräfte sammeln.

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Vorstandsmitglieder der Steg-Selbsthilfegruppe informieren Sparkassenvorstand Britta Sander (links) und Marketingleiter Martin Wildhagen über die ehrenamtlichen Hilfsangebote des Vereins.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. „Unsere ehrenamtliche Arbeit ist enorm wichtig und für die Betroffenen eine große Stütze. Aber für unsere Helfer selbst wird es auf die Dauer immer schwieriger, den Belastungen standzuhalten. Sie gehen dann mit einem Paket voller Probleme nach Haus und können nicht abschalten“, erläutert die Steg-Vorsitzende Edda Heimann.

Bis zu 40 Frauen und Männer nutzen regelmäßig die Angebote der Selbsthilfegruppe. Dabei geht es um psychische Erkrankungen wie etwa Schizophrenie, Depression oder Angstzustände - entweder bei Betroffenen oder Angehörigen. Es gibt Koch-, Gesprächs-, Literatur-, Wander-, Kreativ- und Entspannungsgruppen.

„Wir sehen unsere Aufgabe darin, für andere Menschen mit unserer Hilfe da zu sein. Aber das ist nicht einfach. An mir selbst merke ich, wie die Kraft nachlässt und ich manchmal nicht mehr weiß, wohin mit mir“, betont Heimann, die seit 2007 zu den ehrenamtlichen Steg-Helfern gehört. Andere Betreuer gehören bereits seit 23 Jahren zum Team.

Als Hilfsangebot für seine ehrenamtlichen Helfer bietet der Steg ab September eine sogenannte Supervision aus dem sozialpsychiatrischen Bereich an. Ziel sei es, in gemeinsamen Gesprächen eine Perspektive dafür zu entwickeln, mit den Belastungen aus der ehrenamtlichen Arbeit besser umzugehen.

Nach Angaben von Heimann kostet diese Supervision mit drei Blöcken à drei Stunden mehr als 1000 Euro. Zur Finanzierung tragen die Stadtsparkasse mit einer Spende von 700 Euro sowie die Robert-Enke- und die Marlis-Ragge-Stiftung mit weiteren Zuwendungen bei.

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