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Frühe Hilfen befragt Eltern und Fachleute

Barsinghausen Frühe Hilfen befragt Eltern und Fachleute

Mitarbeiter des Regionsprojektes „Frühe Hilfen – frühe Chancen“ haben in Barsinghausen 115 Fachleute und 303 Eltern befragt. Sie wollten neben anderem wissen, welche Angebote für Familien vermisst werden, und ob überhaupt alle Angebote der öffentlichen und privaten Träger bekannt sind.

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Das Projekt Frühe Hilfen unterstützt Eltern und Kinder.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. „Ende des Jahres werden wir wissen, wo es Lücken gibt, und wie wir diese schließen können,“ sagt Holger Nieberg, Koordinator des Projekts. Das „Barsinghäuser Netz für frühe Chancen“ wurde im Sommer 2014 auf Initiative der Stadt und der Region Hannover gegründet. Es geht darum, die Bildungs- und Entwicklungschancen, dazu gehört auch das wichtige Thema Gesundheit, von Kindern zu erhöhen. „Je benachteiligter Eltern und Kinder sind, desto größer ist der Erfolg, wenn früh geholfen wird“, betont Nieberg.

Rund 1500 Kinder im Alter bis zu fünf Jahren leben in der Stadt. Bei fast einem Drittel bestehe Handlungsbedarf. Das hänge nicht nur mit geringen Einkommen der Eltern zusammen, sondern oft auch mit deren niedrigen Bildungsgrad. So haben nach Einschätzung der Fachleute fast zehn Prozent keinen Schulabschluss.

Frühe Hilfen, die es auch in anderen Kommunen gibt oder entstehen, listet im Internet nicht einfach Vereine, Beratungsstellen und Ämter auf, sondern informiert zudem, was diese konkret leisten und für wen sie dies tun. Diese Angebote in den Städten und Gemeinden der Region Hannover sollen besser miteinander verknüpft und noch weiter ausgebaut werden. „Wir wollen Transparenz herstellen“, betont Nieberg.

Ein Ergebnis der Befragung war, dass selbst Fachleute nicht immer wissen, welche Angebote schon vorhanden sind oder sie die Versorgungslage unterschiedlich bewerten. So gaben etwa zum Thema Säuglingspflegekurse 53 Prozent an, dass sie die Lage nicht einschätzen können. Bei der Frage nach der Betreuung durch Familienhebammen waren es 41 Prozent, nach Geburtsvorbereitungskursen 38 Prozent. Über die Angebote der Kurse für Eltern, damit diese ihre Erziehungskompetenzen steigern können (Starke Eltern – starke Kinder) wussten 43 Prozent der Fachleute nicht Bescheid.

Das Barsinghäuser Netzwerk besteht neben den Mitgliedern der Lenkungsgruppe, zu der auch Vertreter des Stadtelternrates gehören, aus interdisziplinären Fachkräften und Ehrenamtlichen der Jugendhilfe, der Kinderbetreuung, des Gesundheitswesens, der Eltern- und Familienbildung sowie des Sport- und Vereinswesens. Auch Regionsfachdienste sind vertreten. „Wenn frühe Hilfen nicht gelingen sollte, werden wir in der Folge eine große Last zu tragen haben“, meint Erster Stadtrat Georg Robra.

Von Jörg Rocktäschel

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