Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Waldhof: Junge Flüchtlinge ziehen in Container

Barsinghausen Waldhof: Junge Flüchtlinge ziehen in Container

Für die Aufnahme und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge benötigt die Region Hannover zusätzliche Kapazitäten im Kinder- und Jugendheim Waldhof. Zweistöckige Container sollen ab Januar rund 20 weitere Plätze für junge Flüchtlinge schaffen. Zudem wird nach Fachpersonal gesucht.

Voriger Artikel
Wasserverband saniert Trinkwasserleitung
Nächster Artikel
Energieberater sieht viel Einsparpotenzial

Im Kinder- und Jugendheim Waldhof muss die Region Hannover zusätzliche Kapazitäten für die Aufnahme und Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge schaffen.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Momentan rechnet der Fachbereich Jugend mit der Aufnahme von jährlich 220 bis 230 unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen durch die Region Hannover. Im Barsinghäuser Waldhof will die Regionsverwaltung ein sogenanntes Clearingverfahren einrichten, um die Biografien der minderjährigen und unbegleiteten Flüchtlinge zu ermitteln.

"Bei diesem Clearing geht es unter anderem darum, ob und wo es Verwandte der Kinder und Jugendlichen gibt. Außerdem wollen wir zum Beispiel den gesundheitlichen Zustand und das Bildungsniveau der jungen Flüchtlinge abklären", erläutert Alisa Bach, Leiterin des Fachbereiches Jugend in der Region.

Für dieses aufwändige Verfahren sei eine Dauer von jeweils acht Wochen veranschlagt. „Anschließend entscheiden wir, wie es weiter geht“, sagt die Leiterin. Vermutlich werden die Jugendlichen danach in eine dauerhafte Unterkunft weiter vermittelt.

Die neuen Container, die ab Januar 2016 am Rand des Waldhof-Sportplatzes stehen sollen, bieten etwa 20 Plätze zur Unterbringung der minderjährigen Flüchtlinge – sowohl für die achtwöchige Clearingphase als auch für den weiteren Verbleib im Waldhof.

"Wir brauchen dringend geeignete Möglichkeiten zur Unterbringung, wo die Kinder und Jugendlichen leben können und eine angemessene Betreuung erhalten. Dazu gehören auch Gastfamilien, die bereit sind, die Jugendlichen für ein bis zwei Jahre bei sich aufzunehmen", betont Alisa Bach.

Minderjährige, die ihre Heimat verlassen und mitunter ihre Eltern verloren haben, gehörten zu den schutzbedürftigsten Personengruppen unter den Flüchtlingen. Wer Wohnraum für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zur Verfügung stellen will, kann sich per E-Mail wenden an tanja.bernhardi@region-hannover.de.

Von Frank Hermann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sm6s0ilp50j9a3fcj1
Immer wieder samstags rollt der Handball

Fotostrecke Barsinghausen: Immer wieder samstags rollt der Handball

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de