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Fußballer fordern mehr Hilfe

Barsinghausen Fußballer fordern mehr Hilfe

Die Fußballsportler im Barsinghäuser Stadtgebiet wollen künftig enger zusammenarbeiten. Sie fordern energisch mehr ideelle und auch finanzielle Unterstützung der Kommune für den Sport, insbesondere für die Nachwuchsarbeit und die Unterhaltung der Sportplätze. Vom Sportring fühlen sich die Fußballer nicht gut vertreten.

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Karl Rothmund

Quelle: r

Barsinghausen. Der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), Karl Rothmund, vermisst besonders im Rat Verständnis und Unterstützung für die Belange des Sports. „Früher war das anders“, sagte er am Montagabend bei einem Gespräch mit Vereinsvertretern und Politikern. Nach seinen Worten ist die Gesamtsituation schwierig. „Kleine Vereine wie der TSV Bantorf und die Sportfreunde Wichtringhausen kämpfen ums Überleben“, sagte er.

Sportler und insbesondere Fußballer hätten zu wenig deutlich gemacht, welche Bedeutung die Jugendarbeit der Sportvereine habe und welche gesellschaftspolitischen Leistungen von ihnen erbracht würden. „Wir müssen diese Leistungen darstellen, die Politik muss dann entscheiden“, forderte Rothmund. Nicht zufrieden sind die Fußballer mit der Verteilung der sinkenden städtischen Sportfördermittel, die vom Sportring vorgenommen wird. Das derzeitige Modell setze falsche Schwerpunkte und fördere auch Passive und Seniorensportler, die dies nicht nötig hätten, hieß es. Auch insgesamt laufe in Barsinghausen etwas falsch, meinte Rothmund. Er kritisierte den geplanten Bau einer Skaterbahn für Zehntausende Euro „für ein paar Leute“, statt die Arbeit mit Kindern in den Sportvereinen zu fördern.

„Wir müssen für den Sport mehr tun, da sind wir uns einig“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing während der Diskussion. „Wir setzen die knappen Mittel auch noch falsch ein“, ergänzte der Sozialdemokrat und sagte Gesprächsbereitschaft zu. „Wenn wir ein vernünftiges Konzept haben, werden wir gemeinsam im Rat was auf die Beine stellen“, sagte Messing und forderte zugleich, das Thema „aus Wahlkämpfen herauszuhalten“. CDU-Ratsherr Karl-Heinz Neddermeier plädierte dafür, zunächst gemeinsam an dem Verteilungsmodell für die Sportförderung zu arbeiten. Auch der Erste Stadtrat Georg Robra signalisierte Verständnis für die Sorgen der Sportler. „Die Stadt Barsinghausen hat sich in gewissen Bereichen kaputtgespart, auch im Sport“, sagte er und lobte den Fußball als eine „internationale Sprache, die jeder versteht“.

Die Fußballvereine wollen nun voraussichtlich einen kleineren Arbeitskreis bilden, der unter anderem einen Sportstättenbedarfsplan entwickelt, die Möglichkeiten für Kooperationen mit Schulen auslotet und Kontakte pflegt. „Wir müssen den Wert der Vereine deutlich machen“, forderte Rothmund.

Herbe Kritik an Arbeit des Sportrings

Bei einem Gespräch von Vertretern der Barsinghäuser Fußballvereine, der Verwaltung und Politikern hagelte es von allen Seiten Kritik am Sportring. Allgemeiner Tenor: Die Interessenvertretung habe in der Auseinandersetzung mit der Stadt um sinkende Sportfördermittel versagt – und auch die Verteilung der übriggebliebenen Zuschüsse unter Regie des Sportrings laufe grundfalsch. In den Diskussionen mit dem Sportring zum Thema Haushaltskonsolidierung sei „eigentlich nie etwas gekommen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing. „Der Sportring hat seine Leute in den Haushaltsgesprächen denkbar schlecht vertreten“, meinte der Sozialdemokrat. Der Sportring tue zu wenig und setze die knappen Mittel auch noch falsch ein. „Deshalb ist es für den Sport so gekommen, wie es ist.“ Auch der Erste Stadtrat Georg Robra hat nach wenigen Monaten im Amt keinen guten Eindruck vom Sportring. Die Kommunikation sei stark ausbaufähig, sagte er. Es gebe zu oft einen Tunnelblick auf einzelne Vereine oder Themen. „Der Sportring strahlt derzeit keinerlei Form von Verlässlichkeit aus“, kritisierte Robra. Sportring-Vorstandsmitglied Georg Olfermann vom TSV Goltern verteidigte die Arbeit der Interessenvertretung ebenso wie das aktuelle Verteilungsmodell der Zuschüsse, das auch eine Komponente der Unterstützung der Vereine nach der Zahl ihrer passiven Mitglieder vorsieht. Nach dem angekündigten Rückzug des langjährigen Sportring-Vorsitzenden Lothar Brecht steht Henning Theilmann als Kandidat für die Nachfolge bereit. Der 66-jährige pensionierte Pädagoge ist seit Jahrzehnten in vielen Sportarten und Vereinen in Barsinghausen aktiv und kennt nach eigenem Bekunden die Probleme rund um den Sport.

 

Sporthotel spendet für Jugend

Die zehn an der Präsentation des Fußball-WM-Pokals vor einer Woche beteiligten Barsinghäuser Fußballvereine werden für ihr Engagement rund um die Veranstaltung belohnt. Das Sporthotel Fuchsbachtal stellte insgesamt 5000 Euro für die Jugendarbeit in den Vereinen zur Verfügung. Hotel-Geschäftsführer Bernd Dierßen überreichte am Montagabend bei einem Treffen im Sporthotel Umschläge mit jeweils 500 Euro als Spende an die Vertreter der Vereine. Alle Beteiligten sind sich einig: „Die Veranstaltung war eine gute Werbung für Barsinghausen“, sagte NFV-Präsident Karl Rothmund.

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