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Geocaching stört das Wild im Wald

Barsinghausen Geocaching stört das Wild im Wald

Jagdpächter Andree Ballin hat in jüngster Zeit in seinem Revier zwischen Ostermunzel und Dedensen immer häufiger Geocacher angetroffen, die mitten im Wald fernab der Wege auf die elektronische GPS-Schatzsuche gehen. „Sie stören massiv das Wild“, betont Ballin.

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Diesen Schatz der Geocacher hat Andree Ballin in seinem Jagdrevier einkassiert. Der Schatz befand sich in einem Bereich, der nicht betreten werden soll.

Quelle: Dillenberg

Ostermunzel. Und das nicht nur in der Brut- und Setzzeit, die noch bis zum 1. Juli gilt. „Rotwild äst alle sechs Stunden. Wenn das mittags nicht auf den Feldern steht, spricht das für eine Störung“, weiß der Jagdpächter.
Er ist den Störungen nachgegangen und dabei mehrfach auf Geocacher gestoßen, die durch das Unterholz liefen, um die versteckten Schätze zu finden.
„Die meisten Leute waren sehr einsichtig, wenn ich sie angesprochen habe“, sagt Ballin. Doch er hat auch andere Fälle erlebt. Eine Gruppe von elf Schatzsuchern sei sehr unangenehm geworden. Ballin hat sich selbst ein GPS-Gerät zugelegt, sich mit den Spielregeln auseinandergesetzt und ist zum Geocacher geworden. Allerdings nicht zum Vergnügen. Er hat die im Unterholz verstecken Schätze entfernt und Nachrichten hinterlassen, warum er dies tat. „Die Punkte an den öffentlichen Wegen im Wald habe ich nicht angerührt“, ergänzt er.
Das Geocaching fernab dieser Wege führe nicht nur zu Störungen des Wildes. Es könne für die Menschen, die ihrem Freizeitvergnügen nachgehen, sogar sehr gefährlich werden. „Eine Bache, die mit Frischlingen unterwegs ist, kann wirklich zur Wildsau werden, wenn sie ihren Nachwuchs bedroht sieht“, warnt Andree Ballin.

Von Jörg Rocktäschel

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