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Germania erhält Zuschuss für Stadionausbau

Große Mehrheit im Rat Germania erhält Zuschuss für Stadionausbau

Die Stadt Barsinghausen wird dem 1. FC Germania Egestorf/ Langreder 30.000 Euro als Investitionszuschuss gewähren, damit der Verein die Sportanlage an der Ammerke für einen möglichen Regionalligaaufstieg aufrüsten kann. Das hat der Rat der Stadt am Dienstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Lediglich die Bündnisgrünen stimmten gegen den Zuschuss.

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Freie Bahn für die Aufrüstung der Sportanlage an der Ammerke: Der Rat hat beschlossen, dass die Stadt dem 1. FC Germania Egestorf/ Langreder dafür 30.000 Euro Zuschuss gewährt.

Quelle: Archiv (Franz)

Barsinghausen. Germania muss rund 100.000 Euro investieren, um ein vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) gefordertes Sicherheitskonzept für höhere Spielklassen an der Ammerke umzusetzen. Dabei müssen unter anderem Zäune errichtet werden, um die Fangruppen der Mannschaften zuverlässig voneinander zu trennen. Auch das anstehende NFV-Pokalspiel des Barsinghäuser Oberligisten gegen den VfL Osnabrück kann nur dann an der Ammerke ausgetragen werden, wenn die Sportanlage schon nachgerüstet ist.

Die breite Zustimmung im Rat für den Investitionszuschuss hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet. Sie kommt aber dennoch überraschend, nachdem die rotgrüne Ratsmehrheit in der Vergangenheit im Bereich der Sportförderung eher restriktiv agiert hatte.

SPD-Fraktionsvorsitzender Peter Messing sprach von einer "Einzelfallförderung" für die Germanen, ohne aber genau zu erläutern, was seine Fraktion zur Zustimmung bewogen habe. Es gelte, die Sportförderung allgemein auf andere Füße zu stellen, sagte Messing lediglich. "So, wie es jetzt ist, ist es unbefriedigend." Messings Fraktionskollege Dirk Härdrich gab zu, dass die SPD sehr lange über den Zuschussantrag von Germania diskutiert habe. "Wir wollten nicht die Schlagzeile: ,Der Spitzensport wird nicht gefördert'", sagte Härdrich.

Vertreter der anderen Fraktionen forderten die SPD auf, sich auch den Wünschen anderer Sportvereine gegenüber aufgeschlossen zu zeigen. Es müssten für alle Sportvereine Perspektiven geschaffen werden, appellierte etwa Kerstin Beckmann (Aktiv für Barsinghausen). "Wir brauchen eine grundsätzliche Regelung." Ein Minimalkonsens könnte sein, dass alle Vereine städtische Unterstützung bekämen, deren Sportstätten im Zuge eines Aufstiegs ertüchtigt werden müssten, schlug Beckmann vor. Horst Fabisch, CDU-Ratsherr und Sportringvorsitzender, forderte ebenfalls, dass künftig auch Vorhaben anderer Sportvereine von der Stadt gefördert werden müssten.

Abgelehnt wurde der Zuschuss für Germania lediglich von Ratsmitgliedern der Bündnisgrünen. Deren Ratsherr Hagen Riemer begründete dies mit der immer noch angespannten Finanzsituation der Stadt und auch dem schlechten Bild, das der Deutsche Fußball-Bund im Zuge der jüngsten Korruptionsermittlungen rund um die WM-Vergabe 2006  abgebe. Der DFB sei "keine arme Organisation", sagte Riemer. Deshalb könne ja der Verband den 1. FC Germania beim Ausbau der Sportanlage unterstützen.

Von Andreas Kannegießer

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