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Gewölbe der Stemmer Kirche wird renoviert

Barsinghausen Gewölbe der Stemmer Kirche wird renoviert

Der Innenraum der 1497 erbauten Stemmer Kirche erstrahlt in neuem Glanz. Für Dirk Bröder, Maler- und Lackierermeister, und seine Mitarbeiter stehen zwar noch Feinarbeiten an. Doch das Gerüst soll nun nach fast drei Wochen Arbeit abgebaut werden.

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Kirchenvorstandsvorsitzender Jahn Friedrich von Rössing (von links) und Superintendentin Antje Marklein informieren sich in der Stemmer Kirche über die Arbeit von Dirk Bröder und seinen Mitarbeitern. Die Klinker- und Sandsteine der Kreuzrippen sind nun freigelegt.

Quelle: Rocktäschel

Stemmen. Mit der Renovierung des Innenraums der Stemmer Kirche sind nun Konstruktionsmerkmale wieder zu sehen, die seit Jahrzehnten von Putz und Farbe verdeckt waren. Dazu gehören nicht nur die Kreuzrippen aus Sandstein und Klinkersteinen im Gewölbe. Auch den Schlussstein über der Orgel mit dem Wappen der Familie von Blume hat Dirk Bröder in mühevoller Handarbeit freigelegt. Er hat gekratzt und geschliffen.

Nun soll der Stein noch angemalt werden. „In den Originalfarben des Wappens, das der Herzog von Braunschweig und Lüneburg dem Landrentmeister Christoph Blume 1652 verliehen hat“, erläutert Jahn Friedrich von Rössing, Vorsitzender des Kirchenvorstands.
Blume, in der Urkunde wurde der 1662 vom Kaiser geadelte Mann noch Blum geschrieben, war der erste Kirchenpatron der 1497 von dem Stemmern aus Bruchsandstein erbauten Kirche. Er ließ auch den Erweiterungsanbau errichten. Bescheidenheit war wohl nicht seine Stärke. Denn Blume ließ sich als 13. Jünger auf dem Altarbild abbilden.

„Der Sandstein für die Kirche stammt aus dem nahen Stemmer Steinbruch“, sagt Heinrich Kruse, seit 30 Jahren im Kirchenvorstand. Die nun sichtbaren Steine im Innern sollten eigentlich schon 1999 freigelegt werden, als das Mauerwerk außen neu verfugt und der Innenraum gestrichen wurde. Doch damals fehlte dafür das Geld. Einfach den Putz abzuschlagen reicht nicht. Die roten Klinkersteine mussten ebenfalls neu verfugt und der Sandstein ausgeflickt werden.

Nun konnte die Kirchengemeinde einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Gemeindehauses in die Renovierung investieren. Die erste aufwändige Sanierung des spätgotischen Bauwerks liegt schon einige Zeit zurück. 1962/63 wurde ein kleinerer Turm gebaut. „Der alte war baufällig. Beim Glockenläuten schwankte der Turm“, erinnert sich Kruse.

Damals wurden auch die Orgel vom Altarraum auf die Rückseite der Stemmer Kirche verlegt und die Empore zurückgebaut, ergänzt von Rössing: „Das große, von meiner Urgroßmutter gestiftete Christusbild, das sich früher am Altar befand, ist nun im kunsthistorischen Museum in Göttingen.“

Von Jörg Rocktäschel

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