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Groß Munzel: Mehr Autoverkehr befürchtet

Barsinghausen Groß Munzel: Mehr Autoverkehr befürchtet

Die Einwohner von Groß Munzel und Holtensen befürchten eine deutliche Zunahme des Autoverkehrs, wenn das geplante Logistik-Gewebegebiet nördlich von Groß Munzel Wirklichkeit wird. Das wurde Mittwochabend bei einer Informationsveranstaltung der Stadt deutlich.

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Baudirektor Tobias Fischer informiert die Bürger über das geplante Logistik-Gewerbegebiet.

Quelle: Rocktäschel

Groß Munzel. Es war die erste Bürgerinformationsveranstaltung bevor die formellen Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans beginnen. Rund 50 Zuhörer folgten der Einladung in den Landhof Hülsemann.

Insgesamt 37,7 Hektar sollen überplant werden, der erste Bereich ist rund 13 Hektar groß. Die Stadt hat für Entwicklung und Vermarktung mit der Hannover Region Grundstücksgesellschaft einen Vertrag geschlossen. Während der Veranstaltung ging es beim zu erwartenden Verkehr sehr emotional zu. Laut Prognose von Ralf Losert, Planungsbüro Umwelt und Verkehr GmbH (PGT), werden es täglich knapp 2300 Autos mehr sein, die auf der Landesstraße 392 mit dem Ziel Gewerbegebiet fahren werden. Davon sollen zwar 75 Prozent aus und in Richtung Autobahn 2 unterwegs sein. Doch für Beruhigung sorgte das nicht. In den Spitzenzeiten zwischen 7 und 8 Uhr sowie 16 bis 17 Uhr werden es 400 bis 600 Autos mehr sein.
Vor allem die Holtenser befürchten, dass sie auf Grund der zusätzlichen Belastung kaum noch auf die L 392 einbiegen können. Schon jetzt sei dies schwierig. Sie forderten eine Entschärfung der Situation, zum Beispiel in Form einer Ampelanlage. Dafür besteht allerdings kaum eine Chance, denn dort ist das Land zuständig, das zunächst nur Unfallschwerpunkte umbaut. Zwar hat die Stadt schon Gespräche geführt, doch die sollten intensiviert werden, forderte zum Beispiel Reinhard Dobelmann, Vorsitzender der SPD Barsinghausen. Auch CDU-Ratsherr Gerald Schroth hält bereits die jetzige Situation für unhaltbar.
In Groß Munzel wird befürchtet, dass die L 392 kaum noch überquert werden kann, vor allem dann, wenn die Straße als Umleitung bei Stau auf der A2 genutzt wird.
Das Gewerbegebiet soll über die Deponiestraße erschlossen werden, mit jeweils zwei Zufahrten auf beiden Seiten. Die Bebauung soll 18 Meter Höhe nicht überschreiten. An drei Seiten sollen Baumreihen, zum Teil doppelt, das Gebiet abschirmen.
Sechs Hektar Ausgleichflächen werden für den Naturschutz benötigt. Mit 3,7 Hektar die größte Fläche wird im Bereich der Südaue bei Groß Munzel geschaffen.

Von Jörg Rocktäschel

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