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Grüne: Einschnitte bei Grundschule und Feuerwehr möglich

Forum für Politik und Kultur Grüne: Einschnitte bei Grundschule und Feuerwehr möglich

Die Ratskandidaten weichen bei Diskussion im KuBa auch heiklen Themen nicht aus

Die Barsinghäuser Grünen sind notfalls zu harten Einschnitten bereit, wenn es darum geht, das Defizit im Haushalt der Stadt zu begrenzen. Bei der dritten Diskussionsveranstaltung des Forums für Politik und Kultur wichen die Vertreter von Partei und Fraktion auch unangenehmen Themen nicht aus.

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Ulrike Westphal, Andreas Hartig, Gabriele Diercks-O’Brien, Thomas Lux und Christian Röver haben mit den Besuchern im KuBa diskutiert.

Quelle: Andreas Kannegiesser

Barsinghausen. Wären die Grünen bereit, Feuerwehr- und auch Schulstandorte zu schließen? Die provozierende Frage eines Sozialdemokraten aus dem Publikum brachte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Ulrike Westphal nicht aus dem Konzept. „Wir müssen ehrlich sein“, sagte sie. Langfristig könne die Stadt wohl nicht alle Grundschulstandorte erhalten. Ein Beispiel sei die kleine Bantorfer Schule „mit ihrem nicht unbedingt erfolgreichen Pilotprojekt“. Bei den Feuerwehren müsse „konstruktiv diskutiert werden“, sobald Ortsfeuerwehren Probleme haben sollten, ihren Personalbestand zu halten.

Nach den Worten des Grünen-Vorsitzenden Andreas Hartig ist es für die Partei wichtiger, dass in die Qualität von Schulstandorten investiert wird als in deren Zahl. „Die Einrichtungen müssen einen hohen Standard haben“, sagte er.

Vor rund 45 Gästen im Kulturzentrum hatte zuvor Forumssprecher Jörg Vandreier die Erwartungen vieler Bürger formuliert. „Die Grünen im Rat werden deutlich stärker werden. Es wird spannend sein, wie die Partei ihren größeren Einfluss nutzt“, sagte er.

Ein wichtiges Ziel, das sich die Grünen auf die Fahnen geschrieben haben, ist mehr Bürgerbeteiligung. „Wir wünschen uns Beteiligung in jeglicher Form“, sagte Hartig. In Ausschüssen etwa sollten Bürger künftig unter dem festen Tagesordnungspunkt „Anregungen der Bürger“ ihre Meinung kundtun können.

Ratskandidat Thomas Lux erläuterte die von den Grünen angestrebte Energiewende. „Wir wollen die Stadtwerke breiter aufstellen“, sagt er. Die Beteiligung an den Versorgungsnetzen werde eine der größten Investitionen sein, die die Stadt mit ihrem Tochterunternehmen in den nächsten Jahren zu schultern habe. Im Bereich der Jugendarbeit wollen sich die Grünen weiterhin für ein Konzept mit einem Jugendzentrum einsetzen. „Ein sozio-kulturelles Zentrum ist für Barsinghausen eine Notwendigkeit“, sagte Hartig.

Die Ausweisung neuer Baugebiete dagegen steht für die Grünen „ganz hinten auf der Agenda“. „Stattdessen wäre es sinnvoll, ein Leerstandsmanagement aufzubauen“, sagte Ratsherr Christian Röver. Spannende Momente hatte die Diskussion, wenn es zum Dialog mit dem Publikum kam. Moderatorin Gabriele Diercks-O’Brien dagegen konnte keine Akzente setzen. Sie war mit der Gesprächsleitung erkennbar überfordert.

Andreas Kannegiesser

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