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Grundschule muss weiter auf Musikraum warten

Kirchdorf Grundschule muss weiter auf Musikraum warten

Die Astrid-Lindgren-Schule wünscht sich einen Fachraum für Musik. Doch die Chancen, dass dieser kurzfristig geschaffen werden kann, stehen schlecht. Laut Erstem Stadtrat Thomas Wolf spricht die finanzielle Situation der Stadt dagegen, die noch an den Zukunftsvertrag gebunden ist.

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Schulleiter Erik Dederding (links) erläutert Mitgliedern des Schulausschusses die Situation im Multifunktionsraum.

Quelle: Rocktäschel

Kirchdorf. Der Neubau oder der Umbau eines vorhandenen Raums wäre eine freiwillige Leistung des Schulträgers Stadt. „Wir würden Probleme mit der Kommunalaufsicht bekommen, wenn wir dafür Geld im Haushalt bereitstellen“, sagt Wolf am Dienstagabend im Schulausschuss.

Laut Landesvorgaben sei ein Musikraum für Grundschulen dieser Größe – zurzeit 146 Schüler – nicht verpflichtend, erläuterte Axel Heyerhorst, Leiter des Fachdienstes Schule, Sport und Kultur. Den Wunsch der Lehrer, der Eltern und des Fördervereins könne er jedoch sehr gut nachvollziehen. Musik, darin waren sich Mitglieder des Ausschusses einig, sei ein wichtiger Bestandteil des Unterrichts und fördere das Lernen. Dass die jetzige Situation unbefriedigend ist, davon konnte der sich Ausschuss bei einem Ortstermin überzeugen.

Schulleiter Erik Dederding und Musiklehrerin Susanne Grigo führten durch die Schule. Sie gibt den Kindern in dem vor fünf Jahren auf Wunsch der Schule neu gebauten Multifunktionsraum Unterricht. Der ist laut Dederding als Mensa, für Freizeitveranstaltungen und für Veranstaltungen von Vereinen sehr gut geeignet. Auch die Calenberger Musikschule nutzt den Raum.

Allerdings habe sich die Mena-Situation geändert. Waren es anfangs 20 Kinder, die dort zu Mittag aßen, so seien es nun 60 bis 80 Kinder. Gekocht wird im Nebenraum. Zwischen der vierten und fünften Stunde wird eingedeckt. Grigo muss die schwere Musikanlage ständig neu aufbauen, Instrumente aus den Schränken herausholen und wieder wegschließen.

Bewegungselemente während des Unterrichts seien auf Grund der vielen Tische kaum noch möglich. „Musikunterricht ist mehr, als nur mit Rasseln zu rasseln“, betonte Dederding. Außerdem rieche es in dem Raum ständig nach Essen und auf Grund schlechter Dämmung werde es im Sommer sehr warm und im Winter ungemütlich kalt. Da die Fenster bis zum Boden reichen, könne jeder hineinsehen. Den Unterricht in einen Klassenraum zu verlegen bedeute, dass die schweren Instrumente bei jedem Wetter über den Schulhof getragen werden müssen.

Eine Teilung des Computerraum würde nichts bringen, der sei zu schmal. Möglich wäre vielleicht der Ausbau des als Lager genutzten Dachbodens, doch da ist die Statik nicht geklärt. FDP-Fraktionsvorsitzender Bernhard Klockow empfahl, die Bildung des Arbeitskreises Schulentwicklung abzuwarten, der vor den Sommerferien zu ersten Mal zusammenkommt: „Es wäre nicht zielführend, einzelne Projekte vorzuziehen.“ Auch Wolf ist dieser Ansicht. Mit der Schule zu sprechen und weiter nach Lösungen zu suchen, sei trotzdem möglich, sagte Wolf.

Von Jörg Rocktäschel

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