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Gymnasium beantragt zweite Sprachlernklasse

Barsinghausen Gymnasium beantragt zweite Sprachlernklasse

Das Hannah-Arendt-Gymnasium (HAG) hat eine zweite Sprachlernklasse für junge Flüchtlinge beantragt. Das teilte Schulleiterin Silvia Bethe am Donnerstag während eines Besuchs von Sven-Christian Kindler mit, Bundestagsabgeordneter der Grünen.

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Sven-Christian Kindler unterhält sich mit den Schülern der Sprachlernklasse des Hannah-Arendt-Gymnasiums.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Die seit 1. Februar bestehende erste Sprachlernklasse sei mit 18 Schülern der Geburtsjahrgänge 1998 bis 2001 schon zu groß, erläuterte sie. Zudem werde das HAG weitere Schüler aufnehmen. Die Jugendlichen, die zurzeit unterrichtet werden, stammen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Iran. Sechs von ihnen sind allein nach Deutschland geflüchtet. Unterrichtet werden sie von Söhnke Post, der die Qualifikation „Deutsch als Zweitsprache“ besitzt.

Die Schüler erhalten pro Woche 16 Stunden Deutsch- und sechs Stunden Englischunterricht. Die restliche Zeit nehmen sie an dem Regelunterricht teil. „Die Schüler sind mit Feuereifer dabei“, betont Post. Einige seien vor der Flucht bis zu drei Jahre nicht zur Schule gegangen. Ihren Bildungshunger zu stillen sei eine schöne Aufgabe.
Etliche haben ehrgeizige Ziele. Nour (16) will Ärztin werden. Sie ist vor vier Monaten aus Syrien gekommen, spricht inzwischen gut Deutsch und geht in die 10. Klasse. Ihre Versetzung gilt als sicher. „Sie schafft auch das Abitur“, ist Lehrerin Doris Korpjuhn überzeugt.

Kindler war in Afghanistan und Jordanien. Er habe das Leid der Menschen dort erlebt, sagte er den Schülern. Die baten ihn, etwas für Flüchtlinge zu tun, nachdem sie von ihm erfahren hatten, welche Aufgaben ein Bundestagsabgeordneter hat. Er wollte wissen, welche Hobbys die Schüler haben, die in Barsinghausen, Bantorf, Egestorf und Groß Munzel leben. Fußball wurde an erster Stelle genannt. Zwei Jungen mögen Tischtennis, je einer Basketball und Handball, einer Badminton. Ein Mädchen fährt gern Fahrrad.

Und sie können auch wieder lachen. Kindler versuchte Zungenbrecher in den Muttersprachen der Schüler nachzusprechen. Als sie ihm diese langsam vorgaben, gelang es ihm erstaunlich gut.

Am Nachmittag traf er sich mit Bürgermeister Marc Lahmann. Auch das Flüchtlingswohnheim, das an der Hannoverschen Straße entsteht, besuchte Kindler.

Von Jörg Rocktäschel

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