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Ex-Partner zahlt Geld an Handballverein zurück

Barsinghausen Ex-Partner zahlt Geld an Handballverein zurück

Der Handballverein Barsinghausen (HVB) hat das von einem langjährigen Kooperationspartner mutmaßlich veruntreute Geld wieder zurückerhalten. Einer Vereinbarung zufolge ist die offene Summe in einer Rate zurückgezahlt worden. Der Verein soll im Gegenzug auf weitere Strafverfolgung verzichten. Das aber liegt nicht mehr in der Hand des HVB: Die Staatsanwaltschaft setzt ihre Ermittlungen fort.

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Die HVB-Vorstände Gerd Köhler (links) und Marc Brandes sind zufrieden, dass das von einem früheren Kooperationspartner mutmaßlich veruntreute Geld wieder da ist.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Im Sommer vergangenen Jahres waren Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Der frühere Partner, mit dem der HVB in den Bereichen Marketing, Sponsorenbetreuung und Abrechnung zusammengearbeitet hatte, konnte einen Betrag aus dem Vereinsvermögen im unteren fünfstelligen Bereich nicht ausgleichen. Der HVB-Vorstand hatte daraufhin Anzeige erstattet. Der Beschuldigte erkannte seine Verpflichtungen schuldrechtlich an, ohne das Geld aber zunächst zurückzahlen zu können.

Zu Beginn der Adventszeit ist Bewegung in den Vorgang gekommen, wie die beiden HVB-Vorstände Gerd Köhler und Marc Brandes berichten. Zwischen den Anwälten des Vereins und des Ex-Partners sei die Vereinbarung ausgehandelt worden. "Quasi als Nikolausgeschenk" sei der Betrag dann auf dem Konto des Vereins eingegangen, sagt Köhler.

"Für uns ist wichtig, dass das Geld wieder da ist", betont Brandes. Der Vorstand werde nun keine weitere Zeit und Energie mehr auf den Vorgang verwenden. "Wir wollen auch nicht nachtreten", sagt Brandes.

Ob die Angelegenheit damit für den früheren Marketingpartner erledigt ist, steht aber noch längst nicht fest. "Untreue ist ein Offizialdelikt", erläutert der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Thomas Klinge. Seine Behörde müsse deshalb von Amts wegen weiter ermitteln. "Das bedarf keines Strafantrages." Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offenbar noch nicht entschieden. Der Anwalt des Beschuldigten habe Akteneinsicht erhalten, berichtet Klinge. Nun liege der Vorgang bei der zuständigen Dezernentin zur weiteren Bearbeitung.

Für die Vorstandsmitglieder des Handballvereins bedeutete die abrupte Trennung von dem früheren Marketingpartner sehr viel zusätzlichen Arbeitsaufwand, weil Aufgaben neu verteilt werden mussten. "Das war eine unglaubliche Belastung", sagt Köhler. Die Lücke sei noch nicht geschlossen. "Wir sind immer noch auf der Suche nach einem neuen, kreativen Mitarbeiter für den Marketingbereich." Der Verein sei bei den Sponsoren zugleich aber auf extrem viel Offenheit, Verständnis und Bereitschaft zu weiterer Unterstützung gestoßen. "Wir haben sogar noch einige Partner hinzugewonnen", sagt Köhler.

Von Andreas Kannegießer

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