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Heckenweg: Einige Anlieger befürchten ihren Ruin

Barsinghausen Heckenweg: Einige Anlieger befürchten ihren Ruin

Viele Anlieger des für eine Grundsanierung vorgesehenen Heckenweges fühlen sich von der Stadtverwaltung schlecht informiert. Einige fürchten gar angesichts drohender Straßenausbaubeiträge ihren persönlichen Ruin. Mit einer Demonstration vor dem Deisterbad haben rund 20 Anlieger am Mittwochabend gegenüber Mitgliedern des Betriebsausschusses für Stadtentwässerung ihre Haltung deutlich gemacht.

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Anlieger aus dem Bereich Heckenweg machen ihrem Unmut mit kleinen Plakaten und Transparenten Luft.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. „Wir fordern eine kostengünstige und sozialverträgliche Ausbauvariante“ stand auf einem der Transparente, die die Anlieger den Politikern entgegenstreckten. Die Stadtverwaltung will den Heckenweg auf ganzer Länge neu gestalten. Gleichzeitig stehen in dem Bereich umfangreiche Kanalbauarbeiten an, weil die Kanäle marode und teilweise zu gering dimensioniert sind.

Der aus Sicht der Heckenweg-Anwohner gründlich missglückte städtische Planungsworkshop in der vergangenen Woche hat offenbar mehr Fragen aufgeworfen als Antworten geliefert. In einem offenen Brief an Bürgermeister Marc Lahmann haben mehrere Anlieger ihre Bedenken zusammengefasst. Sie kritisieren, dass von der Verwaltung bei dem Planungsworkshop nur zwei hochwertige und damit teure Ausführungsvarianten zur Wahl gestellt worden seien. Etliche betroffene Anlieger wohnen in dem Neubaugebiet, das erst in den vergangenen zwei Jahren zwischen Grasweg und Kaltenbornstraße entstanden sind. Ihre finanziellen Reserven seien in ihre neuen Häuser geflossen, fünfstellige Ausbaubeiträge seien nicht eingeplant gewesen. „Viele von uns sehen jetzt schon ihren finanziellen Ruin“, heißt es in dem offenen Brief. Die Anlieger fordern die Stadt dazu auf, alle Beschlüsse bezüglich der Kanal- und Straßensanierung zurückzustellen, „bis ein sozialverträglicher Konsens mit den Eigentümern getroffen worden ist“.

Im Gespräch mit den Ausschussmitgliedern ernteten die Anlieger Verständnis und Widerspruch gleichermaßen. „Die Summen, die als Anliegerbeiträge im Raum stehen, sind viel zu hoch“, betonte Bernd Gronenberg (SPD). Bernhard Klockow (FDP) bekräftigte, dass es Informationsdefizite gebe. „Das Nächste muss eine Anliegerversammlung sein“, sagte er.

Von Andreas Kannegießer

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