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Hochbegabte spielen im Konventsaal

Barsinghausen Hochbegabte spielen im Konventsaal

Die renommierte Veranstaltungsreihe Calenberger Classics im Konventsaal des Barsinghäuser Klosters wird mit einem neuen Konzept fortgesetzt: Künftig werden in der Reihe ausschließlich musikalisch hochbegabte Jugendliche auftreten.

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Gruppenbild mit Sponsoren am neuen Flügel: Äbtissin Barbara Silbe (von links), Prof. Martin Brauß, Rotary-Club-Präsident Heinz-Gerhard Wente, Norbert Wels, Helga Winkler, Klosterkammerdezernentin Anna Mohr und Reinhard Meyer (Rotary Club).

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die Reihe Calenberger Classics stand auf der Kippe, weil die Organisatoren vom Verein Calenberger Cultour & Co. (CC & Co.) eigentlich persönlich kürzertreten und sich auf die Theaterarbeit des Vereins konzentrieren wollten. Dann sei aber die Idee entstanden, Kontakt zum Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover aufzunehmen, berichtet CC & Co.-Vorsitzender Norbert Wels. IFF-Direktor Professor Martin Brauß war sofort überzeugt von der Möglichkeit der Zusammenarbeit. „Junge, talentierte Leute müssen vor Publikum spielen“, sagte Brauß am Montag bei der Projektpräsentation im Kloster.

Das neue Konzept sieht vor, dass in der ersten Saison zwischen August 2016 und Mai 2017 zunächst vier Konzerte mit zumeist 13- bis 16-jährigen Nachwuchsmusikern im Kloster ausgerichtet werden. Die jugendlichen Solisten sind durchweg weit überdurchschnittlich begabt und werden im IFF als Frühstudierende auf eine Laufbahn als Berufsmusiker vorbereitet. Im Verein CC & Co. übernimmt die stellvertretende Vorsitzende Helga Winkler die Projektleitung für die Konzertreihe. „Wir sind extrem glücklich über das neue Projekt“, sagte Klosterkammerdezernentin Anna Mohr. „Klöster sollen Orte des Austauschs sein.“ Für die Klosterkammer sei die Förderung der Bildungsarbeit ein wichtiges Ziel. Auch Bürgermeister Marc Lahmann lobte die neue Idee und das ehrenamtliche Engagement aller Beteiligten.

Eine wichtige Voraussetzung zur Neuausrichtung der Konzertreihe Calenberger Classics haben mehrere Institutionen mit ihren Zuwendungen für die Anschaffung eines Konzertflügels für den Konventsaal geschaffen. Das im Kloster vorhandene Klavier reicht nicht für die geplanten Auftritte musikalisch hochbegabter Jugendlicher aus. „Die Stücke, die die jungen Leute spielen, sind nicht für Klavier geschrieben“, erläuterte Brauß.

Die Klosterkammer hat 3500 Euro zu den Anschaffungskosten des Flügels beigesteuert. Mit 1000 Euro unterstützt der auch im Calenberger Land aktive Rotary Club Bad Nenndorf das Projekt, die übrigen 1000 Euro hat der Verein Calenberger Cultour & Co. selbst aufgebracht.

Die Konzerttermine für die neue Saison stehen fest. Die Veranstaltungen beginnen jeweils sonntags um 17 Uhr am 21. August, 30. Oktober, 26. März und 14. Mai 2017. Jeweils etwa vier Wochen vorher würden die jungen Musiker ausgewählt, sagte Brauß. „Das können auch mal zwei bis drei Akteure sein.“ Das Abonnement für alle vier Konzerte kostet 56 Euro, Einzeltickets sind für 16 Euro (ermäßigt 13 Euro) zu haben. Es gilt freie Platzwahl im Konventsaal.

Von Andreas Kannegießer

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