Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Pläne für die B 217 kommen im Herbst

Holtensen Pläne für die B 217 kommen im Herbst

In den seit Jahren geplanten Umbau der Bundesstraße 217 in Holtensen kommt langsam wieder Bewegung. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr rechnet damit, dass im Herbst Entwürfe vorliegen.

Voriger Artikel
Besucherbergwerk ist ausgelastet
Nächster Artikel
Diner en Blanc lockt 50 Gäste

Nach den derzeitigen Plänen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr soll die Ortsdurchfahrt Holtensen künftig nur noch zwei statt der bislang vier Fahrspuren haben. Außerdem ist ein Radweg geplant, der in beide Richtungen befahren werden darf. Der derzeitige Radweg mündet bislang in den fließenden Verkehr.

Quelle: Weißer

Barsinghausen. Im vergangenen Jahr hatte die Landesbehörde Voruntersuchungen für den Ausbau der B 217/Ortsdurchfahrt Holtensen vornehmen lassen. Dabei wurden mehrere Varianten erarbeitet, mit denen sich die Gemeinde Wennigsen und die Träger öffentlicher Belange auseinandergesetzt hatten. Im Anschluss legten sich die Beteiligten auf eine Vorzugsvariante fest.

„Diese Vorzugsvariante wird derzeitig weiter ausgearbeitet“, sagte Nina Bade von der Landesbehörde, die nun entsprechende Entwurfspläne aufstellt. Im Herbst sollen diese Unterlagen vorliegen.

Nach den derzeitigen Plänen soll die Ortsdurchfahrt zwischen der Kreuzung B 217/Rehrweg/Im Büntefeld und der Kreuzung B 217/Landesstraße 389 in Fahrtrichtung Springe umgestaltet werden. Statt der bislang vier Fahrspuren, von denen derzeit zwei ohnehin zum Parken genutzt werden, sind künftig nur noch zwei Fahrspuren vorgesehen. Die gesamte Fahrbahnbreite soll dann 6,50 Metern betragen.

Im Anfangsbereich erhält die Ortsdurchfahrt auf der östlichen Seite einen kurzen Abschnitt mit einem Längsparkstreifen. Zudem sind auf beiden Straßenseiten Gehwege vorgesehen. Auf der westlichen Seite soll ein Radweg angelegt werden, der in beide Richtungen befahren werden darf. Des Weiteren soll die Bushaltestelle in Fahrtrichtung Weetzen/Wennigsen verlegt werden.

Wenn die Entwürfe im Herbst vorliegen sollten, werden sich die Wennigser Gemeindeverwaltung und der Ortsrat mit ihnen befassen. Bis zum Baubeginn wird es aber noch etwas dauern.

Variante stößt zunächst auf große Zustimmung

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) Wennigsen/Barsinghausen, auf dessen Initiative die neue Überplanung der B?217 zurückzuführen ist, begrüßt die aktuell verfolgte Ausbauplanung der Landesbehörde sehr, teilte der ADFC-Vorsitzende Ingo Laskowski mit. Im Gegensatz zu den vorherigen Planungen sieht Laskowski einen großen Vorteil darin, dass es für den Radverkehr eine klare Streckenführung mit ausreichendem Platz geben wird. Auch die Anregungen des ADFC, dass der Radverkehr möglichst selten die B?217 kreuzen soll, und die im Westen ankommenden Fahrradfahrer aus Bredenbeck in Holtensen auf der Westseite bleiben können, um anschließend den Radweg nach Evestorf in Richtung Norden weiter zu nutzen, seien umgesetzt worden. Ähnlich äußerte sich Holtensens Ortsbürgermeister Klaus Kreimeyer. „Wir sind sehr zufrieden damit, dass die Straße nun verkehrsberuhigt werden soll“, sagte er. „Dem Ortsrat ist auch an einer vernünftigen Radwegführung auf der Westseite gelegen.“ Besonderen Wert legt der Ortsbürgermeister auf die Sicherheit der Schulkinder. „Uns ist es wichtig, dass die Kinder, wenn sie aus der Schule aus Bredenbeck kommen und aus dem Bus aussteigen, anschließend nicht die B?217 kreuzen müssen.“ Dies wäre beispielsweise der Fall, wenn die Haltestelle an den Holtenser Friedhof verlegt werden würde. Wünschenswert sei laut Kreimeyer auch eine Temporeduzierung für den aus Richtung Süden von Steinkrug kommenden Verkehr. „Vielleicht könnte man dort eine Vorwarnampel installieren“, sagte er. „Aber wir warten jetzt erst einmal auf die Pläne und werden uns dann damit auseinandersetzen.“ Damit wird auch die Wennigser Gemeindeverwaltung noch viel zu tun haben. Für Baufachdienstleiter Martin Waßermann sind bei der weiteren Ausgestaltung der Pläne nicht nur Fußwegbreite, Radwegführung und eine barrierefreie Gestaltung der Bushaltestelle von Belang. Die Gemeindeverwaltung plane aus Gründen der Kostenersparnis während der Bauarbeiten gleich das Kanalsystem zu erneuern. „Da gibt es noch gewaltigen Abstimmungsbedarf“, sagte Waßermann.

Hintergrund

Die Holtensener Bürger warten seit 15 Jahren

Nach der Ortsumgehung Steinkrug und Evestorf/Weetzen ist die Holtenser Ortsdurchfahrt der letzte Lückenschluss der B-217-Erneuerung. Zur Expo 2000 wurde die Bundesstraße ausgebaut. Die Ortsdurchfahrt in Holtensen wurde damals ausgespart, weil die Bauarbeiten schnell beendet werden mussten. 2008 hatten der Ortsrat und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr eine eigene Sanierungsplanung vorgelegt, die abgelehnt wurde.

Ende 2012 kam dann die Wende: Gemeinsam mit der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Marianne Kügler erreichte der ADFC über die Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg im Verkehrsministerium eine definitive Zusage für den Umbau der B 217.

von Sven Weißer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Barsinghausen
doc6sn8vpq0in6197p3odf0
Adventskonzerte erfreuen die Musikfreunde

Fotostrecke Barsinghausen: Adventskonzerte erfreuen die Musikfreunde

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Jörg Rocktäschel:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: joerg.rocktaeschel@haz.de