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Hühnerhalter bleiben gelassen

Gehrden/Barsinghausen Hühnerhalter bleiben gelassen

Für die Halter von frei laufenden Hühnern im Calenberger Land haben die Fälle von Vogelgrippe bei Cloppenburg noch keine Folgen. Doch auch für den Fall, dass ein vorübergehendes Haltungsverbot für Geflügel im Freien ausgesprochen wird, sehen sich die Landwirte vorbereitet.

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Junglandwirt Christoph Möller hält rund 250 Legehennen in seinem Hühnermobil in Sorsum. Für den Fall einer Stallpflicht zum Schutz vor der Vogelgrippe könnte er den fahrbaren Stall schließen und die Tiere über längere Zeit darin halten.

Quelle: Carsten Fricke

Barsinghausen. „Die Hühner können dann theoretisch im Hühnermobil bleiben“, sagt Christoph Möller. „Dort haben sie genügend Platz, um sich bewegen zu können“, betont der Junglandwirt aus Lemmie. Bei Regen und Frost würden die rund 250 Hennen und fünf Hähne ohnehin lange in dem fahrbaren Stall in der Größe eines Lkw-Anhängers bleiben, von dem aus er die Tiere auf wechselnden Grünflächen bei Sorsum ins Freie lässt.

„Falls die Stallpflicht kommt, werde ich das Hühnermobil aber in meine Halle fahren“, sagt Möller. Dort würde er einen Bereich abzäunen und mit Stroh bedecken, in dem die Tiere laufen und scharren könnten. Landwirte, die keine solche Halle zur Verfügung haben, könnten auch Zelte oder ähnliche Konstruktionen aus Planen aufbauen. „Das gilt auch als Stall“, erläutert der 30-Jährige.

Auch Fred Paries aus Winninghausen sieht in einer möglichen Stallpflicht zum Schutz der Tiere kein Problem. „Es ist nicht ideal, aber wenn es dazu käme, würden sich die Tiere im Mobil aufhalten“, sagt der Biolandwirt. Mit seiner Frau Annette betreibt er auf dem Hof Hoppenkamp zwei der fahrbaren Hühnerställe, in und an denen das Ehepaar aktuell rund 400 Legehennen hält.

„Wir würden die Tiere aber nicht gern einsperren, weil wir den Hühnern den Auslauf ermöglichen möchten“, sagt Paries. Außerdem bestehe bei einer länger andauernden Haltung im Mobil die Gefahr, dass die Hühner aufgrund der Enge mit dem sogenannten Federpicken beginnen und sich auf diese Weise gegenseitig schwer verletzen.

Unabhängig von dieser Gefahr stehe aber der Schutz vor dem Virus im Vordergrund, meint Möller. „Es ist ja keinem geholfen, wenn es sich ausbreitet“, betont er.

Von Carsten Fricke

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