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Tierisches Spektakel ist ein Trostpflaster

Großgoltern Tierisches Spektakel ist ein Trostpflaster

Keine Scheu vor kühlem Nass: Im Freibad Goltern hat die Neuauflage des Hundeschwimmmens der Sommersaison einen versöhnlichen Abschluss beschert. Das tierische Spektakel lockte etliche vergnügt bellende Badegäste an und war nach einer wochenlangen Schlechtwetterperiode ein kleines Trostpflaster.

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Gemeinsamer Badespaß im Freibad Goltern: Beim Hundeschwimmen toben Mensch und Tier vergnügt an und in den Nichtschwimmerbecken herum.

Quelle: Ingo Rodriguez

Großgoltern. Dass sich nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr auch das zweite Hundeschwimmen als Publikumsmagnet erweisen sollte, hatte sich am Vormittag schnell angedeutet. Schon etwa eine Stunde nach der Eröffnung waren vor dem Freibad kaum noch freie Parkplätze zu finden. Es sind schon 36 Menschen und 15 Hunde da", sagte der Kassierer des Betreibervereins, Ingo Maier, gegen 12 Uhr.

Nach dem Besucheransturm im Vorjahr deutete er diese Resonanz jedoch als "ruhigen Beginn". "Die meisten Hundebesitzer gehen erst zum Einkaufen, das war im vergangenen Sommer auch so", sagte Maier gelassen. Im Sommer 2016 seien insgesamt 220 Hunde gezählt worden. "Mit einer ähnlichenZahl rechnen wir jetzt auch wieder, auch wenn das Wetter nicht so gut ist", sagte Daniela Dau aus dem Vorstand des Fördervereins und begrüßte am Eingang die nächsten Besucher. "Der Eintritt kostet pro Fuß und Pfote 50 Cent", sagte Dau und tätschelte einen erwartungsfroh hechelnden Vierbeiner.

Die Tageseinnahmen waren für das Freibad ein kleines Trostpflaster. "Wir hatten in dieser Sommersaison nur rund 10 000 Besucher - das schlechteste Ergebnis seit mehr als zehn Jahren", sagte Kassierer Maier. Er kann sich an bessere Zeiten erinnern: "Mit fast 26 000 Saisongästen - einmal sogar genau 1873 an einem Tag."

Für die Vierbeiner und ihre Besitzer spielten Besucherzahlen beim Hundeschwimmen aber keine Rolle. Immer wieder stürzten sich aufgeregt bellende Vierbeiner mit nassem Fell und freudig wedelndem Schwanz verzückt ins kühle Nass, um Frauchen oder Herrchen aus den Nichtschwimmerbecken Bälle zu apportieren. Und unzählige Male war am letzten Freibadtag der Sommersaison eine bekannte Lobesformel zu hören: "Ja fein gemacht", hieß es ein ums andere Mal am Beckenrand.

Dass für das Hundeschwimmen nur die Nichtschwimmerbecken frei gegeben worden waren, hatte einen einfachen Grund. "Im tiefen Becken gibt es keine Rampen, da kommen die Hunde schlecht wieder raus", sagte Fördervereinsmitglied Dau. Weil auch einige Hundehalter die Gelegenheit nutzten, noch einmal knietief ins Wasser zu steigen, war auch die Schwimmmeisterin Antje Berkenkamp gekommen. Außerdem wurden den Besuchern Speisen und Getränke angeboten.

Frank Leese war mit seinem dreijährigen Labrador Kero aus Sorsum gekommen. "Ich gehe so oft wie möglich zum Hundeschwimmen, wenn es in Freibädern angeboten wird", sagte er. Schließlich sei ein Labrador ein Wasserhund. "Mit Schwimmhäuten an den Pfoten."

Dass einige Vierbeinern hin und wieder in kleine Raufereien verwickelt waren und sich empört anknurrten, konnte die Stimmung nicht trüben. Eine kleine Gemengelage mit etwa fünf beteiligten Hunden hatten drei Helfer von der Hundeschule Calenberger Land gegen Mittag schnell und routiniert aufgelöst. Auch deshalb hatten die Veranstalter die erfahreren Hundehalter eingeladen. "Legen Sie ihrem Hund besser ein Halsband um, damit sie ihn im Notfall besser wegziehen können", riet die Helferin Ilka Eigendorf einem Besitzer. Angesichts der Vielzahl von unterschiedlichsten Hundecharaktären seien solche kleinen Vorfälle nicht nur unvermeidbar, sondern auch völlig normal, sagte Eigendorf - und beobachtet weiter lächelnd den gemeinsamen Badespaß von Mensch und Tier.

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