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Räume für Jugendliche fehlen

Barsinghausen Räume für Jugendliche fehlen

Für jüngere Kinder bietet die Stadt ein abwechslungsreiches Angebot an Freizeitaktivitäten. Doch bei Räumen, in denen sich auch ältere Jugendliche aufhalten können, herrscht ein Mangel. Jugendpfleger Björn Wende setzt sich nun dafür ein, dass Bolzplätze und Treffs auch für junge Erwachsene geschaffen werden.

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Der Bauwagen des Stadtjugendrings hat eher jüngere Kinder angelockt.

Quelle: Archiv

Barsinghausen. „Die meisten Schulhöfe und Spielplätze sind nur für jüngere Kinder geöffnet, aber auch ältere Jugendliche brauchen Freiräume und dürfen nicht ausgeschlossen werden“, betonte Wende im Sozialausschuss. Immerhin 4725 Jugendliche zwischen 14 und 26 Leben leben derzeit in Barsinghausen. Doch viele Orte, an denen sie sich aufhalten können, gebe es nicht.

Dabei seine diese gerade für Jugendliche sehr wichtig, da feste Aktionen – wie es sie etwa im Ferienpass für jüngere Kinder gibt – von den Älteren nicht angenommen werden. „Wir hatten mal einen Pass nur für Jugendliche, aber von den Aktionen kam nur eine einzige zustande“, sagte Wende. Leider lasse sich oft nicht im Voraus mit den Jugendlichen planen, weil ihnen häufig etwas dazwischen komme – daher seien spontane und situationsbezogene Aktivitäten wichtig. Auch Streetwork-Arbeit, wie sie bereits angeboten werde, sei extrem wichtig. In den Kinder- und Jugendeinrichtungen der Stadt – Klein Basche, das Kinder- und Jugendhaus Egestorf und der Jugendtreff Goetheschule – sei die Situation angespannt.

„Der Andrang sprengt derzeit die Kapazitäten“, sagte Wende. Vor allem in Klein Basche, wo nur 50 Quadratmeter zur Verfügung stehen, können sich zeitgleich nicht mehrere Gruppen aufhalten. „Zurzeit gibt es dort einen Besucherwechsel“, erklärte Wende. Viele Gruppen, die sonst dort waren, blieben weg – stattdessen kämen neue Gruppen, die zum Großteil aus Jugendlichen mit Migrationshintergrund bestünden. Um wieder mehr vor Ort zu bieten, sollten bald Basketballkörbe aufgehängt werden. Das Kinder und Jugendhaus Egestorf sei sehr beliebt, und zwar bei allen Gruppen, betonte Wende. Doch auch dort komme man an seine Grenzen, wenn zum Teil mehr als 40 Jugendliche zeitgleich die 150 Quadratmeter großen Räume nutzen wollen. Zudem fehle auch in Egestorf ein Partyangebot für junge Erwachsene, Feiern für Kinder gibt es allerdings. Auch der Jugendtreff Goetheschule wird stark frequentiert, vor allem von Jungen mit Migrationshintergrund. Wie in den beiden anderen Einrichtungen gibt es aber auch hier keine Partys für Jugendliche, dafür Sport- und Gruppenangebote.

„Wenn wir der Jugend zu verstehen geben wollen, dass auch sie dazu gehört und willkommen ist, brauchen wir auch Räume für sie“, sagte Wende. Immer wieder komme es zu Diskussionen, ob Jugendliche Bolzplätze oder Ähnliches nutzen dürfen. „In Klein Basche haben wir jetzt explizit klargestellt, dass auch Ältere willkommen sind.“ Das solle nun auch andernorts geschehen, damit sich die Jugend nicht ausgegrenzt fühlen. Auch bauliche Maßnahmen könnten die Situation entschärfen: „Denkbar wäre ein Anbau an das Kinder und Jugendhaus oder aber an Klein Basche“, sagte Wende. Zudem wäre ein Raum gut, wo Geburtstage gefeiert werden könnten. Zudem fehle es in den Ortsteilen an Treffpunkten. In den Sommerferien waren die Jugendpfleger mit einem Bauwagen auf Tour, doch dieses Angebot wurde eher von kleineren Kindern angenommen. „Aus personellen Gründen können wir nicht in allen Ortsteilen feste Treffpunkte anbieten.“

Von Lisa Malecha

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