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Bürger können Donnerstagabend Fragen stellen

Information im Zechensaal Bürger können Donnerstagabend Fragen stellen

Vertreter aus Politik und Verwaltung werden am Donnerstagabend bei der Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation und zum jüngsten Brandanschlag Rede und Antwort stehen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Zechensaal.

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Die Ermittlungen der Polizei nach dem Brandanschlag in der Flüchtlingsunterkunft haben bis Mittwochnachmittag noch keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. „Es soll eine Kommunikations- und Dialogveranstaltung werden“, sagt der Erste Stadtrat Georg Robra. „Wir wollen Informationen aus erster Hand geben.“ Die Bürger sollen demnach Fragen stellen können „und ihre Sorgen und Ängste artikulieren“.

Nach Robras Worten wird es ein größeres Podium auf der Bühne im Zechensaal geben. Bürgermeister Marc Lahmann und die Mitglieder der sogenannten Planungsgruppe Asyl der Verwaltungsspitze stehen ebenso zur Verfügung wie Politiker der Barsinghäuser Ratsfraktionen. Eventuell seien auch Bundes- und Landtagsabgeordnete mit von der Partie, kündigt der Erste Stadtrat an. „Die Besucher können gezielt einzelne Teilnehmer ansprechen.“

Unterdessen waren am Mittwoch Mitarbeiter der Baufirma damit beschäftigt, an dem stark beschädigten Rohbau der Flüchtlingsunterkunft das Dach regendicht zu machen. Ansonsten ruhen die Arbeiten auf der Baustelle weiterhin, bis es Gewissheit darüber gibt, ob das Gebäude zu retten ist oder wegen der massiven Rußablagerungen auf Decken und Wänden wieder abgetragen werden muss. Die Gutachter, die am Dienstag das Gebäude erstmals nach dem Brand inspiziert hatten, haben noch keine Einschätzung dazu abgegeben, wie Robra berichtet. In der Unterkunft ist das Styropor der Bodenisolierung in den meisten Räumen verbrannt oder teilweise aufgelöst. Die Wände sind völlig schwarz oder – so wie in der Nähe des Eingangs – mit einer dünneren, grauen Rußschicht bedeckt. Fest steht bereits: Alle Fenster im Gebäude müssen ebenso erneuert werden wie die bereits fertig installierte Fußbodenheizung.

Die Fahndung nach den Tätern des Brandanschlages auf den Rohbau der Flüchtlingsunterkunft ist bis Mittwoch erfolglos geblieben. „Wir haben noch keine neuen Anhaltspunkte“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Er bestätigte, dass am Ort des Brandanschlags Spuren gesichert worden seien. Details will er dazu nicht nennen. „Die Spuren werden ausgewertet. Das wird noch dauern“, sagte er. Auch zu den Motiven für die Tat haben die Ermittler noch keine genauen Erkenntnisse. „Wir gehen vielen Möglichkeiten nach“, sagte Klinge. Am Mittwoch hat auch Niedersachsens Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) gemeinsam mit dem früheren Landtagsabgeordneten Udo Mientus (SPD) den Schauplatz des Brandanschlags besucht. Beide zeigten sich bestürzt. Die Täter müssten möglichst schnell ermittelt und entsprechend bestraft werden, betonten die Politiker. „Solche Taten dürfen sich nicht wiederholen.“

Von Andreas Kannegießer

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