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Jagd auf Waschbären beginnt

Calenberger Land Jagd auf Waschbären beginnt

In den Jagdrevieren zwischen Hannover und dem Deister beginnt die Jägerschaft Hannover-Land in diesen Tagen, Lebendfallen für Waschbären aufzustellen. „Sie sind zwar possierlich, aber werden immer mehr zur Bedrohung für unser Niederwild, viele Vogelarten und gehen auf Junghasen los“, sagt Werner Buros.

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Werner Burose (links) und Steffen Lohmann zeigen zwei Waschbärenfallen.

Quelle: Frank Hermann

Calenberger Land. Die Jäger wollen auf diese Weise den Bestand der Waschbären reduzieren - und die heimische Tierwelt vor dem nachtaktiven Allesfresser schützen.

„Sie sehen zwar possierlich und harmlos aus, aber die Waschbären werden in der Wildbahn immer mehr zur Bedrohung für unser Niederwild und für viele Vogelarten wie Kiebitz, Fasan und Rebhuhn. Sie räumen jedes Gelege aus und gehen sogar auf Junghasen los“, erläutert Werner Burose aus Stemmen, Vorsitzender der Jägerschaft. Beliebte Fressbeute der Bären seien auch Molche, Unken und Lurche.

Weil die ursprünglich aus Nordamerika stammende Tierart im Calenberger Land kaum natürliche Feinde hat, steigt die Waschbärpopulation laut Burose sprunghaft an. „Sie richten immer mehr Schaden an. Darum müssen wir jetzt zum Schutz unserer heimischen Tierwelt eingreifen“, betont der stellvertretende Jägervorsitzenze Steffen Lohmann aus Bantorf.

In Kooperation mit der Region Hannover habe die Jägerschaft ein Konzept zur Bejagung der Waschbären entwickelt. „Wir stellen bis zu 40 Lebendfallen in unseren sieben angeschlossenen Hegeringen auf. Weil die Tiere nachts unterwegs sind, können wir nicht anders vorgehen“, sagt Burose. Die gefangenen Tiere werden nach Angaben des Vorsitzenden waidgerecht getötet.

Alle Fallensteller haben zuvor einen Lehrgang absolviert und seien dazu verpflichtet, die Fallen zweimal pro Tag zu kontrollieren. Zudem erstellen die Jäger detaillierte Fangprotokolle und führen einen Nachweis gegenüber der Region. Das auf drei Jahre angelegte Projekt werde wissenschaftlich aufbereitet und fachlich begleitet von Berufsjäger Immo Ortlepp und von Wildbiologe Egbert Strauß von der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Zum Einsatz kommen laut Burose und Lohmann sowohl sogenannte Bunkerfallen, die im Erdreich vergraben werden, als auch Kastenfallen. „Diese Fallen stellen wir oberirdisch auf. Jede Falle ist absolut lichtdicht, damit die Waschbären in der Dunkelheit ruhig verharren und sich nicht verletzen“, betont der Jägerschaft-Vorsitzende. Weitere Auskünfte gibt es im Internet auf jaegerschaft-hannover-land.de.

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