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Junge Flüchtlinge beziehen die Container

Barsinghausen Junge Flüchtlinge beziehen die Container

Zehn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beziehen am Montag die neu errichteten Container-Unterkünfte auf dem Gelände des Kinder- und Jugendheimes Am Waldhof. Bereits wenige Tage später sollen weitere Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren insbesondere aus Syrien, Afghanistan und dem Irak folgen. Nachbarn des Kinder- und Jugendheimes Waldhof haben sich die neuen Wohngruppen schon mal angeschaut.

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Nachbarn des Kinder- und Jugendheimes Waldhof schauen sich die neuen Wohngruppen für junge Flüchtlinge in den Container-Unterkünften an.

Quelle: Frank Hermann

Barsinghausen. Bis zu 20 minderjährige Flüchtlinge finden Platz in den beiden Container-Wohngruppen – während eines mehrwöchigen sogenannten Clearingverfahrens, um die Biografien sowie den Bildungs- und Gesundheitszustand der Jugendlichen zu klären. Danach wird von der Region Hannover als zuständiger Jugendhilfeträgerin entschieden, wo die Flüchtlinge eine dauerhafte Unterkunft erhalten.

"Wir wollen den jungen Menschen nach der langen Flucht und nach vielen schrecklichen Kriegserlebnissen einen guten Start ermöglichen. Dazu gehört auch, frühzeitig mit dem Integrationsprozess zu beginnen", erläuterte Heimleiter Dietmar Bolte bei einem Informationsgespräch mit Nachbarn des Kinder- und Jugendheimes.

Zur Integration gehöre eine intensive Betreuung durch das pädagogische Fachpersonal. Von großer Bedeutung sei es, den jungen und zumeist traumatisierten Flüchtlingen die deutsche Sprache zu vermitteln sowie Freizeitmöglichkeiten außerhalb des Waldhofes zu bieten.

Die Jugendlichen seien überaus wissbegierig, entwicklungsfähig und laut Bolte "zu 90 Prozent sehr nett und sympatisch". Mehrere Nachbarn zeigten ihre Bereitschaft, ehrenamtlich beim Sprachunterricht und bei Freizeitangeboten zu helfen.

"Uns war es wichtig, mit der Nachbarschaft frühzeitig ins Gespräch zu kommen. Denn wir stehen vor einer neuen Herausforderung", sagte Regionsdezernent Erwin Jordan, der gemeinsam mit Besuchern die Wohngruppen besichtigte.

Zum Schutz der Container und ihrer Bewohner hat die Region Hannover besondere Sicherheitsvorkehrungen ergriffen. Zusätzliche zu den Pädagogen sind nachts auch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ständig vor Ort.

Von Frank Hermann

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