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"Sollte die Stadt den Bau größerer Windkraftanlagen genehmigen?"

Der Kandidaten-Check "Sollte die Stadt den Bau größerer Windkraftanlagen genehmigen?"

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen vor der Kommunalwahl zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Calenberger Zeitung fragt nach. Heute: "Sollte die Stadt den Bau größerer Windkraftanlagen genehmigen, und gegebenenfalls wo?"

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Der Neubau und das sogenannte Repowering von Windenergieanlagen im Deistervorland sind bei vielen Bürgern und auch in der Politik umstritten.

Quelle: Archiv

SPD: Atomkraftwerke lehnen wir ab. Windenergieanlagen sind umweltfreundlich und leisten einen wertvollen Beitrag zur Energiegewinnung. Ausschließlich in geeigneten Vorranggebieten sind für leistungsfähige Anlagen Standorte auszuweisen. Die Anlagen genehmigt die Region Hannover und nicht die Stadt. Dabei entscheidet sie nach fachlichen und rechtlichen Gesichtspunkten. Abstände zur Wohnbebauung sind einzuhalten.

CDU: Die CDU in der Region Hannover fordert einen Mindestabstand von 1000 Meter zu Wohngebieten. Diesem Standpunkt schließen wir uns an und lehnen Windkraftanlagen, soweit sie die Trinkwasserqualität in Barsinghausen gefährden könnten (Vorranggebiete Leveste/Eckerde, Degersen/Langreder und Groß Munzel) konsequent ab. 

Bündnis 90/ Die Grünen: Die Stadt hat keine Möglichkeiten, weil das Genehmigungsorgan die Region ist. Grundsätzlich unterstützen wir den Ausbau von Windkraftanlagen als eine der erneuerbaren Energien.

FDP: Wie kann man den Blick vom Stemmer Berg in das Calenberger Land bis zum Deister mit bis zu 280 Meter hohen Windrädern verschandeln? Für die FDP ist diese
Landschaft besonders schützenswert. Weder in Devese noch im Wasserschutzgebiet
Eckerde wird es mit der FDP neue Windräder geben. Das Raumordnungsprogramm
lehnen wir ab.

UWG: Nein, da es zur Zeit schon genug Netzprobleme mit der Verteilung von Windstrom gibt und es daher nicht einzusehen ist, dass die Fehlplanungen im Netzausbau letztendlich vom Bürger zu bezahlen sind. Außerdem müssen wir aus unserem Dornröschenschlaf vom Atomausstieg langsam erwachen, denn Strom wird in 10 Jahren auch für viele Barsinghäuser nicht mehr bezahlbar sein.

AFB: Beim sinnvollen Repowering werden die Windräder leistungsstärker, aber auch höher. Dann sollten es auch weniger werden. Ein Abstand von 1000 Meter zur Wohnbebauung muss eingehalten werden. Natur- und Grundwasserschutz müssen gesichert sein. Die Prüfung muss im Einzelfall ergebnisoffen erfolgen.

AfD: Es sollte vorrangig geprüft werden, inwieweit der Nahbereich Barsinghausens günstig mit Energie aus den bestehenden Windkraftanlagen versorgt werden kann. Weitere Windkraftanlagen lehnen wir ab. Sie werden als kontraproduktiv unter anderem zur Wohnqualität, zum Tourismus und zum Vogelartenschutz empfunden.
Vielmehr sollte der verstärkte Bau von Photovoltaikanlagen angeregt werden.

Von der Redaktion

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