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Kann neues Konzept die Schließung verhindern?

Barsinghausen Kann neues Konzept die Schließung verhindern?

Der Ausbildungswerkstatt des Barsinghäuser Motorenteileherstellers Federal Mogul droht aus Kostengründen die Schließung. Der Landtagsabgeordnete Max Matthiesen will helfen, die Schließung abzuwenden und hat unter anderem das Landeswirtschaftsministerium und die Arbeitsagentur eingeschaltet. Die Idee ist es, die Auslastung der Werkstatt unter anderem über ein Qualifizierungsprojekt für Flüchtlinge zu steigern.

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Ventilproduktion bei Federal Mogul: Die Ausbildungswerkstatt des Barsinghäuser Unternehmens ist in Gefahr.

Quelle: Archiv (Kannegießer)

Barsinghausen. Die Ausbildungswerkstatt mit 36 Plätzen von Federal Mogul genießt seit vielen Jahren einen exzellenten Ruf. In der eigenen Werkstatt bildet das Unternehmen unter anderem Industriemechaniker und Werkstoffprüfer aus. Auch andere Firmen wie die Keksfabrik Bahlsen und Bergmann Automotive nutzen die Einrichtung im Rahmen eines Ausbildungsverbunds. Dennoch droht Ungemach: Bei Federal Mogul wird seit Herbst 2015 kurzgearbeitet. Das Unternehmen kämpft um bessere Auslastung und will offenbar den großen Kostenblock loswerden, den die Ausbildungswerkstatt verursacht. Dem Vernehmen nach haben die jetzt im zweiten und dritten Lehrjahr befindlichen Auszubildenden noch die Zusage, ihre Ausbildung beenden zu können. Danach könnte die Schließung der Einrichtung stehen. Das Unternehmen selbst will sich nicht äußern, auch der Betriebsrat lehnt derzeit einen Kommentar ab.
Matthiesen ist bereits vor einigen Monaten aus dem Unternehmen heraus um Unterstützung gebeten worden. Bei der Suche nach Lösungen hat der CDU-Landtagsabgeordnete zahlreiche Gespräche geführt, wie er sagt. „Ziel ist es, eine dauerhafte Perspektive für die Ausbildungswerkstatt zu finden“, sagt er. Zuerst war der Fokus darauf gerichtet, weitere Unternehmen zu gewinnen, die gemeinsam mit Federal Mogul die Ausbildungswerkstatt nutzen und sich die Kosten teilen wollten. „Aber es geht vielen Firmen so, dass sie freie Plätze in ihren Ausbildungswerkstätten haben“, berichtet Matthiesen. Vor wenigen Tagen dann hat die Arbeitsagentur Unterstützung signalisiert. Das neue Konzept sieht laut Matthiesen vor, dass die freien Kapazitäten der Barsinghäuser Werkstatt für die Ausbildung junger Flüchtlinge genutzt werden. Ein Bildungsträger könne den theoretischen Teil der Ausbildung übernehmen, Federal Mogul den praktischen. „Jetzt muss es uns gelingen, das Ganze auf dieser Basis zuzuschneiden“, sagt der Abgeordnete.

Von Andreas Kannegießer

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