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Kinder verlieren die Angst vor Tod und Trauer

Groß Munzel Kinder verlieren die Angst vor Tod und Trauer

Viele Kinder kommen frühzeitig mit Momenten großer Trauer, mit Tod und Abschied in Berührung – wenn zum Beispiel ein lieber Mensch oder ein Haustier stirbt. Hilfestellungen für solche emotionalen Stresssituationen will der Ambulante Hospizdienst Aufgefangen mit seinem Projekt "Hospiz macht Schule" geben.

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Jungen und Mädchen aus der Klasse 3a sowie Lehrerin Anne Luckmann und ehrenamtliche Helfer beenden die Projektwoche mit einem Abschlusskreis.

Quelle: Frank Hermann

Groß Munzel. Zum Abschluss ihrer Projektwoche hat die Klasse 3a aus der Grundschule Groß Munzel am Freitagvormittag ihre Ergebnisse vorgestellt.

Klassenlehrerin Anne Luckmann schwärmt von "Hospiz macht Schule": Unter der Leitung von Erika Maluck habe sich das Aufgefangen-Team überaus behutsam den Empfindungen der Grundschüler genähert.

"Die Schüler durften immer wieder Fragen stellen. Im Laufe der fünf Tage lernten sie, dass Tod und Trauer zum Leben dazugehören. Auf diese Weise können die Kinder ihre Ängste abbauen", erläuterte die Lehrerin, die bereits vor drei Jahren das Projekt "Hospiz macht Schule" in eine damalige vierte Klasse nach Groß Munzel geholt hatte.

Zudem sei während des fünftägigen Projektes besonders auffällig, wie liebevoll und einfühlsam die Drittklässler miteinander umgehen: "Hier lerne ich die Kinder zum Teil ganz anders kennen als im normalen Unterricht. Diese Projektwoche ist eine Bereicherung auf allen Ebenen", betonte die Klassenlehrerin.

Im Beisein vieler Eltern berichteten die Kinder am Freitag über ihre Erfahrungen aus der Hospiz-Woche. Jeder Tag stand unter einem anderen Motto – beispielsweise "Krankheit und Leid" oder "Trost und Trösten". Die Kinder bastelten Collagen, spielten Pantomime, hörten Geschichten, sahen einen Film und führten Interviews mit ihren Eltern über das Traurigsein.

In einem Abschlussgespräch mit Projektleiterin Erika Maluck äußerten sich die Schüler sehr positiv über die Aktionstage: "Es hat sich gut angefühlt. Wir konnten über Sachen sprechen, die uns vielleicht schon passiert sind und uns bedrücken", erklärte Tammo.

Für Mitschülerin Marli war es wichtig zu erfahren, dass es viele Veränderungen im Leben gibt. "Wir haben gelernt, dass auch der Tod zum Leben gehört. Darum müssen wir davor auch keine Angst haben. Uns es ist auch nicht schlimm, traurig zu sein", sagte die Drittklässlerin.

Seit drei Jahren bietet Aufgefangen mit Unterstützung ehrenamtlicher Helfer das Projekt "Hospiz macht Schule" für Kinder aus den dritten und vierten Klassen an.

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Zum Abschluss der Projektwoche stellen die Kinder aus der Klasse 3a sowie Helfer des Hospizdienstes die Ergebnisse vor.

Quelle: Frank Hermann

Von Frank Hermann

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