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Streit um ehemaliges Sportheim

Kirchdorf Streit um ehemaliges Sportheim

Wer ist schneller mit seiner Klage? Die Stadt will vom TSV Kirchdorf 23.486 Euro, weil das ehemalige Vereinsheim in schlechtem Zustand übergeben wurde. Der TSV will klagen, weil die Stadt die Sportring-Fördermittel in Höhe von 8.359 Euro gesperrt hat.

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Der Zustand des ehemaligen TSV-Sportheims an der Straße Am Sportplatz in Kirchdorf ist seit fast einem Jahr Grund für Streitigkeiten zwischen der Stadt und dem Verein. Beide sind der Ansicht, dass jeweils die andere Partei dafür verantwortlich ist.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Laut Pressemitteilung des Vereins haben die Fraktionen von SPD und Grünen Bürgermeister Marc Lahmann angewiesen, den TSV Kirchdorf wegen angeblicher Mängel am maroden und zum Abriss stehenden alten Sportheim auf Schadenersatz zu verklagen. Es sei ihnen völlig egal, dass sie mit ihrem Vorgehen vor allem Ehrenamtliche und sport-begeisterte Barsinghäuser treffen.

Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Messing sind diese Behauptungen dreiste Unverschämtheiten. „Ich glaube kaum, dass sich der Bürgermeister von uns etwas vorschreiben lässt“, sagte er gestern. Die SPD habe vielmehr darauf gedrungen, dass geprüft werden müsse, ob überhaupt Schadenersatzansprüche bestehen. Denn zuvor hätten sich Stadt und Verein nicht einigen können.

Laut Lahmann hat der Verein das Haus nicht in einem ordnungsgemäßen Zustand übergeben. Deshalb sei ein Anwalt beauftragt worden, die Interessen der Stadt zu vertreten. Dass dem Verein die Fördermittel nicht ausgezahlt wurden, liege an den für alle Vereine geltenden Richtlinien: Wenn Forderungen seitens der Stadt bestehen, gibt es kein Geld, bis diese beglichen sind. Lahmann rechnet damit, dass beide Fälle vor Gericht zusammengezogen werden. Der TSV werde mit seiner Klage wohl schneller sein, da der Anwalt der Stadt Urlaub habe.

Bei einem Ortstermin im Oktober 2014 waren Mängel deutlich geworden: Die moderneren Heizkörper waren abmontiert worden, die übrigen älteren Geräte aufgrund des Frostes geplatzt, es gab deutliche Wasserschäden. Was in den Duschen zu gebrauchen war, wurde abgeschraubt, der Rest war verschimmelt und verdreckt. Auch Türen waren ausgebaut worden. Nach Ansicht des TSV ist das Haus durch notariellen Vertrag „wie besichtigt und besehen unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung“ an die Stadt zurückübertragen worden. Nach Ansicht der Stadt ist es zu einer offiziellen Übergabe trotz dreier Anläufe nie gekommen.

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