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Kirchdorf: TSV-Vorstand ist vorsichtig optimistisch

Kirchdorf Kirchdorf: TSV-Vorstand ist vorsichtig optimistisch

Der Vorstand des TSV Kirchdorf ist optimistisch, dass es gelingen könnte, in den laufenden Verhandlungen die Insolvenz des Vereins abzuwenden. Bei den Gesprächen über die Aufgabe der Börke-Halle zeichne sich eine Lösung ab, sagte Vorsitzender Horst Fabisch am Freitag. Aus Sicht der Vereinsführung hängt allerdings alles an der Entscheidung der Stadt, dem TSV ein uneingeschränktes Wegerecht zu seinem Sportheim auf der Anlage am Spalterhals einzuräumen.

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Das Wegerecht zum Kirchdorfer Sportheim ist aus Sicht des TSV-Vorstandes und seiner Kreditgeber nicht rechtssicher gestaltet. Aus diesem Grund droht eine bilanzielle Überschuldung, die zwingend zur Insolvenz führen würde.

Quelle: Andreas Kannegießer

Kirchdorf. Der Streit um das Wegerecht zum TSV-Heim über städtische Grundflächen schien im vergangenen Jahr bereits ausgeräumt. Allerdings habe sich die Stadt eine Löschungsbewilligung für dieses Wegerecht im Grundbuch eintragen lassen, erläutert Fabisch. Damit hat die Stadt sich Einflussmöglichkeiten vorbehalten wollen für den Fall, dass der TSV einmal aufgelöst werden und das Sportheim in andere Hände geraten könnte. Diese lediglich formale rechtliche Beschränkung macht dem TSV nun das Leben schwer: Wie Fabisch bestätigt, hat die Kredit gebende Bank des Vereins die Löschungsbewilligung jetzt nachträglich moniert. Die Folge: In der Vermögensbilanz des Vereins kann die Immobilie nicht mehr, wie es der Verein für angemessen hält, mit 490.000 Euro bewertet werden. "Ohne gesicherte Zuwegung ist das Grundstück wertlos und kann nicht als Sicherheit für laufende Finanzierungen gelten", erläutert Fabisch. Dem Verein droht damit die bilanzielle Überschuldung. In diesem Fall sei der Vorstand gesetzlich gezwungen, einen Insolvenzantrag zu stellen.

Der Verein pocht gegenüber der Stadt auf die Erfüllung des im Juli 2010 abgeschlossenen Erbpachtvertrages. Darin ist von einer "Mitwirkungspflicht" der Stadt die Rede, falls die Zuwegung zu dem Erbbaugrundstück noch durch Baulasten gesichert werden müsse. "Das ist eine eindeutige Formulierung", meint der TSV-Vorstand. Der Verein habe damit "einen vertraglich zugesicherten Anspruch auf Einräumung eines wirtschaftlich tragbaren Wegerechts".

Der TSV-Vorstand hat am Freitag klargestellt, dass der Verein keine Hilfe bei der Stadt beantragt habe und dies auch zukünftig nicht tun werde. "Er ist nicht Bittsteller, sondern begehrt nur die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen."

Nach den Worten von Fabisch zeichnet sich eine Problemlösung für die Börke-Halle am Egestorfer Kirchweg ab, von der sich der TSV wegen hoher Miet- und Nebenkosten dringend trennen will. Der Verein nutzt die Halle laut Fabisch seit 19 Jahren, der Mietvertrag hat jedoch eine Laufzeit von 25 Jahren. "Aber der Vermieter ist dem Verein wohlgesonnen", sagt Fabisch.

In der Auseinandersetzung zwischen dem TSV Kirchdorf und der Stadt um das alte, nicht mehr genutzte TSV-Sportheim hat der TSV-Vorstand vorgeschlagen, dass die Stadt auf die Hälfte ihrer Schadensersatzforderung in Höhe von rund 24.000 Euro verzichtet. Das Landgericht Hannover hatte den streitenden Parteien dringend zu einer Schlichtung geraten. Der Verhandlungstermin ist nach Fabischs Worten auf den 2. Juli terminiert. Ziel des Vergleichsvorschlags sei es, die Angelegenheit zu beenden, teilt der Verein mit. Das sei "legitim und üblich". "Auch in diesem Punkt wollen wir keine Hilfe von der Stadt, nur eine sinnvolle Regelung."

Von Andreas Kannegießer

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