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Kita-Streik: Mehrkosten würden wehtun

Barsinghausen/Ronnenberg/Gehrden/Wennigsen Kita-Streik: Mehrkosten würden wehtun

Ein neuerlicher Kita-Streit ist trotz des Schlichterspruchs noch nicht vom Tisch. Die Gewerkschaft Verdi hat das Ergebnis am Mittwoch nicht angenommen und lässt nun ihre Mitglieder entscheiden. Falls weiter gestreikt wird, welche Kosten kommen auf die Gemeinden dann zu?

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Die Gewerkschaft Verdi will voraussichtlich den Kita-Streik fortsetzen.

Quelle: Symbolbild

Barsinghausen. Die Schlichter hatten Steigerungen von 2 bis 4,5 Prozent vorgeschlagen. Bis hinters Komma hat zwar noch keine Kommune im Calenberger Land die Mehrkosten auf dieser Basis berechnet. Doch schon sie würden wehtun, das steht fest.

Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle reagierte überrascht auf die Nachricht, dass Verdi den Schlichterspruch nicht angenommen hat. „Ich hätte mir für die Eltern wirklich gewünscht, dass alle Beteiligten die Situation erkannt hätten“, sagte er. Nun müsse sich die Verwaltung auf weitere Streiks einstellen, falls es bei der Urabstimmung keine Zustimmung der Verdi-Mitglieder gebe. „Dann werden wir versuchen, so viele Notgruppenplätze wie möglich anzubieten“, sagte Kölle.

Finanziell wäre schon eine Einigung auf Basis des Schlichterspruchs eine teure Angelegenheit. Nach ersten Berechnungen der Verwaltung rechnet Kölle mit Mehrkosten in Höhe von 355.700 Euro, da Ronnenberg fast nur kommunale Kitas besitzt.

Auch Wenningsens Bürgermeister Christoph Meineke hatte nicht mit dieser Entscheidung der Gewerkschaft gerechnet. „Ich bin überrascht, weil Verdi mit dem Schlichterspruch schon eine deutliche Aufwertung erreicht hatte“, sagte er. Für den Fall eines neuerlichen Streiks habe die Verwaltung bereits einen Notfallplanung in der Schublade. Das gilt auch in Gehrden, wo der zuständige Fachbereichsleiter Jens Dosdall auf Grundlage des Schlichterspruchs mit zusätzlichen Personalkosten in Höhe von knapp 100 000 Euro pro Haushaltsjahr rechnet.

Barsinghausen hat gestern erst einmal mit einer Steigerung der Personalausgaben von rund 3 Prozent gerechnet. Auf rund 150 000 Euro jährlich bezifferte der Erste Stadtrat Georg Robra die erwarteten Mehrkosten, falls die Erzieher den Schlichterspruch annehmen sollten. Für die Haushaltsberatungen für 2016 erwartet er auf dieser Basis einige Diskussionen. „Wir müssen sehen, wie wir die zusätzlichen Ausgaben kompensieren können“, meint Robra.

Von Jörg Rocktäschel und Björn Franz

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