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Klärschlamm: Abfuhr wird deutlich teurer

Nordgoltern Klärschlamm: Abfuhr wird deutlich teurer

Die Stadt Barsinghausen muss künftig deutlich mehr Geld als bisher für die Entsorgung des Klärschlamms bezahlen, der im Gruppenklärwerk in Nordgoltern anfällt. Statt 207 000 Euro wie bisher für zwei Jahre kostet dieselbe Leistung nun rund 296 000 Euro.

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Im Barsinghäuser Gruppenklärwerk in Nordgoltern fallen große Mengen Klärschlamm an, der aufwendig entsorgt werden muss.

Quelle: Archiv

Nordgoltern. Der Klärschlamm aus Nordgoltern wird bisher immer noch als Dünger für landwirtschaftliche Flächen verwertet. Die Stadt schließt Verträge mit einer Entsorgungsfirma, die den Schlamm im Klärwerk regelmäßig abholt und an geeignete Landwirte weiterverteilt. Der bisherige Zweijahresvertrag war Anfang November ausgelaufen. Eine neue Ausschreibung für denselben Zeitraum ist nun mit deutlich höheren Angeboten zu Ende gegangen. Der Betriebsausschuss für Stadtentwässerung hat die Auftragserteilung bereits gebilligt.

Der Stadtentwässerungsbetrieb begründet die deutliche Kostensteigerung mit der geplanten Änderung der Düngemittelverordnung. Unter anderem dürfen stickstoffhaltige Düngemittel demnächst nicht mehr in den Wintermonaten auf die Felder aufgebracht werden. Zudem wird die Gesamtmenge der Düngemittel reduziert, die noch auf Feldern verteilt werden dürfen. „Irgendwann wird der Weg der landwirtschaftlichen Verwertung versperrt sein“, sagt der Leiter des Stadtentwässerungsbetriebs, Torsten Holzhausen. Für diesen Fall will die Stadtentwässerung vorbereitet sein: Es gibt Pläne, im Gruppenklärwerk zusätzlich eine Biogasanlage zu bauen, die Strom und Wärme erzeugen und die Masse des anfallenden Klärschlamms zudem deutlich reduzieren würde. „Derzeit rechnet sich eine solche Anlage aber noch nicht“, sagt Holzhausen. „Wir müssten dann rund vier Millionen Euro investieren.“

Von Andreas Kannegießer

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