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Keine Zukunft für ehemaliges Muuh-Theater

Interessengemeinschaft gibt Pläne auf Keine Zukunft für ehemaliges Muuh-Theater

Die Pläne einer Interessengemeinschaft zur Weiterführung des früheren Muuh-Theaters als Zentrum für Kultur und Flüchtlingsarbeit sind offenbar endgültig gescheitert. „Für eine kleine Gruppe wie uns ist es unmöglich, dieses finanzielle Risiko einzugehen“, sagt Heribert Giegerich, Sprecher der Interessengemeinschaft für Kultur und Integration.

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Die Interessengemeinschaft für Kultur und Integration hat die Idee vorerst aufgegeben, das frühere Muuh-Theater als Kulturzentrum und Zentrum für Flüchtlingsarbeit wiederzubeleben.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Die IG mit Giegerich, Friedegund Howind und Ingo Meier an der Spitze hatte im November einen Vorstoß gestartet und um Unterstützung für den Plan geworben, das Muuh-Gebäude als Veranstaltungszentrum zu erhalten. Ein wichtiger Punkt des Konzeptes der IG: Das Veranstaltungszentrum sollte zugleich zum zentralen Ort für Flüchtlings- und Integrationsarbeit in der Deisterstadt werden.

Schnell stellte sich aber heraus, dass es bei der Umsetzung kaum Unterstützung von Politik und Verwaltung geben würde. Die Stadt Barsinghausen setzt statt dessen darauf, dass für den Umbau der ehemaligen Krawattenfabrik Ahlborn an der Egestorfer Straße in ein Kulturzentrum Zuschüsse in größerem Umfang gezahlt werden.

Die Mitglieder der Interessengemeinschaft haben in den vergangenen Wochen noch einmal gründlich gerechnet – und sind zu einem ernüchternden Ergebnis gekommen: "Wir müssten mit dem früheren Muuh-Theater einen Monatsumsatz von 10. 000 bis 13. 000 Euro erwirtschaften", sagt Giegerich. Die Fixkosten sind deutlich höher als das Team um Giegerich zunächst kalkuliert hatte. "Ohne Unterstützung geht es nicht", betont Giegerich. Die Interessengemeinschaft hält es eigentlich für dringend notwendig, dass ein zentraler Ort für die Flüchtlingsarbeit geschaffen wird. „Man müsste mit der Integrationsarbeit sofort beginnen“, sagt Giegerich.

Die Interessengemeinschaft hat die eigenen Aktivitäten zwar heruntergefahren, steht aber weiterhin bereit, sofern es andere Investoren geben sollte. „Dann sind wir dabei", betont Giegerich. Noch habe er die Hoffnung nicht endgültig aufgegeben. "Aber große Chancen sehe ich nicht." Einstweilen verschoben hat die IG auch die Absicht, einen Förderverein für Kultur und Integration zu gründen. Eine Vernetzung der Flüchtlingsarbeit wäre gut, meint Giegerich. "Ein Verein wäre aber nur dann sinnvoll, wenn es einen gemeinsamen Standort gäbe."

Im früheren Muuh-Theater gibt es unterdessen am Sonnabend, 13. Februar, in der Zeit von 9 bis 20 Uhr einen großen Räumungsverkauf. Der ehemalige Betreiber Rainer Ballin bietet unter anderem Dekorationsgegenstände, Küchengeräte, Möbel und Geschirr an. Insgesamt können rund 2000 Einzelteile erworben werden, von der Registrierkasse über Profi-Backöfen bis zur Werbekuh, die bisher ihren Platz über dem Diskothekeneingang hatte. Ballin bittet Interessenten, für eigene Verpackungs- und Transportmöglichkeiten noch am Tag des Räumungsverkaufs zu sorgen.

Von Andreas Kannegießer

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