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Krawatte kostet 960 000 Euro

Barsinghausen Krawatte kostet 960 000 Euro

Für die Umwandlung der ehemaligen Krawattenfabrik Ahlborn an der Egestorfer Straße in ein soziokulturelles Zentrum wird der Kulturverein Krawatte in den nächsten Jahren rund 960 000 Euro aufbringen müssen.

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Ratspolitiker und andere Interessierte besichtigen die Krawatte.

Quelle: hartig

Barsinghausen. Ziel sei es, in vier Jahren fertig zu sein, sagt Friedrich Holtiegel, Vorsitzender des Kunstvereins Barsinghausen. Der Verein hat gemeinsam mit der Kunstschule Noa Noa den Kulturverein gegründet. Vorsitzende ist Karen Bremer.

Zunächst sei die Sanierung der Außenhülle des Gebäudes geplant. „Der Antrag bei der N-Bank zur Förderung der energetischen Maßnahmen ist gestellt“, sagt Holtiegel. Der Verein müsse noch einige Dinge nachreichen, gegebenenfalls ein Gutachten erstellen lassen. Von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen gebe es schon eine Förderzusage.

Als erste Ausbaustufe nach der Sanierung der Außenhaut sei das große Foyer geplant. „Es liegt in ganzer Länge hinter einer einladend hellen Fassade zur Straße hin“, erläutert er. Dazu gehöre eine Küche, so dass schon in der ersten Phase öffentliche und private Veranstaltungen ausgerichtet werden können. Die Inneneinrichtung folge später. Doch könne das Foyer dann als Gruppenraum für Treffen aller möglichen Gruppierungen genutzt werden. Kunstverein und Kunstschule werden dann schon provisorisch einziehen.

Der Architekt bereite alles hervorragend vor. „Die Kulturfabrik ist als Zentrum für vielerlei Veranstalter und Nutzer, also für ganz Barsinghausen gedacht“, betont Holtiegel. Der 118 Mitglieder zählende Kunstverein Barsinghausen und die Kunstschule Noa Noa werden nur Mieter sein.

Der Kulturverein Krawatte wird Anfang September einen Erbpachtvertrag für eine Dauer von 50 Jahren mit dem jetzigen Eigentümer des Gebäudekomplexes schließen. „Die lange Laufzeit ist sehr gut für uns, falls wir noch Kredite benötigen. Die Geber sehen lange Laufzeiten gern“, erläutert Friedrich Holtiegel.

Er wünscht sich außerdem einen „Pakt für Kultur“ mit der Stadt. Vorbild ist der „Pakt für Sport“, den der als Verein neu gegründete Sportring Barsinghausen mit der Stadt schließen will. Den Vorschlag hat Holtiegel den Mitgliedern des Kulturausschusses unterbreitet, als diese sich den seit mehr als sieben Jahren leerstehenden Gebäudekomplex an der Egestorfer Straße angesehen haben.

Zusammen mit Carsten Hettwer vom Kunstverein und Detlef Spata, er ist Vorsitzender der Kunstschule Noa Noa, hat Holtiegel den Politikern die Pläne für das soziokulturelle Zentrum erläutert. „Die Stadt Barsinghausen ist zwar mit ideeller Unterstützung mit im Boot. Aber um Geld von weiteren Förderern zu requirieren, muss die Stadt finanziell mit einsteigen. Eine konkrete Forderung haben wir aber noch nicht“, sagt Holtiegel. Kunst habe zurzeit in der Stadt keine starke Lobby. So erhalte zum Beispiel der Kunstverein pro Jahr lediglich 1000 Euro als Unterstützung für Ausstellungen und weitere Aktivitäten.

Von Jörg Rocktäschel

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