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L 392: Lärmschutz für die Ortsdurchfahrt

Groß Munzel L 392: Lärmschutz für die Ortsdurchfahrt

Die vorletzte Hürde für das geplante Logistikzentrum bei Groß Munzel nahe der Autobahn ist genommen. Der Bauausschuss hat am Mittwochabend einstimmig den Satzungsbeschluss für den den Bebauungsplan Nummer 204 „Gewerbeflächen an der BAB 2“ sowie die Änderung des Flächennutzungsplan gefasst.

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Die Ortsdurchfahrt Groß Munzel könnte sogenannten lärmarmen Asphalt erhalten.

Quelle: Rocktäschel

Groß Munzel. Im Juli wird der Rat der Stadt endgültig entscheiden. Laut Baudirektor Tobias Fischer laufen noch Gespräche über den Erschließungsvertrag und mit dem Straßenbaulastträger. Es geht um eine 22,7 Hektar große Fläche westlich der L 392. Das Gebiet wird von der Straße zur Deponie Kolenfeld in zwei Bereiche geteilt. Vermarktet wird das Gebiet von der Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG). Im zweiten Schritt sollen 14 Hektar östlich der L 392 entwickelt werden. Im Zeitplan hängen Stadt und HRG zurück. Eigentlich sollte die Satzung im Frühjahr beschlossen werden, doch die archäologischen Untersuchungen führten zur Zeitverzögerung. Es wurden Reste einer Siedlung der Germanen gesichert.

Wichtigstes Anliegen der Zuhörer war der zu erwartenden zusätzliche Lastwagenverkehr in der Ortsdurchfahrt der L 392 in Groß Munzel. Sie sind schon jetzt vom Lärm geplagt. „Ich schlafe mit Ohrenstöpseln“, sagte der Anlieger Stadtbrandmeister Dieter Engelke. Dabei wohne er nicht an der Spielburg, jenem Teil der Landesstraße, der einem Flickenteppich gleicht, sondern im Kurvenbereich der L 392 in Richtung Barsinghausen. Dort müssen die Lastwagen stark abbremsen und erzeugen Lärm.

Fischer verwies auf ein Gutachten und versicherte, dass die Anlieger vor Lärm geschützt werden sollen. Denkbar sei zum Beispiel eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 innerhalb der Ortsdurchfahrt. Auch der Auftrag eines lärmarmen Asphalts sei möglich, der allerdings nicht mit dem sogenannten Flüsterasphalt verwechselt werden dürfe. Dort, wo die gültigen Lärmgrenzen von 60/70 db (A) dennoch überschritten werden, sei der Einbau von Schallschutzfenstern möglich. „Die positive Nachricht ist: es wird besser. Die negative: Es ist unklar wann“, sagte Fischer. Die Verwaltung werde allerdings darauf achten, dass die Ortsdurchfahrt fertig ist, bevor mit der Sanierung des Abschnitt der L 392 zwischen Ortsausgang und Autobahn 2 begonnen wird. Sonst wäre der Lärm auf Grund der zusätzlichen Verkehrs auf der kaputten Fahrbahn noch größer. Spätestens wenn die Nutzung im Gewerbegebiet beginnt, sollen geeignete Lärmschutzmaßnahmen verwirklicht sein.

Die Stellungnahmen der Bürger, Verbände und der Region Hannover seien im Bebauungsplan berücksichtigt worden, der Plan musste jedoch nicht großartig geändert werden. So liege laut Planer liege keine Beeinträchtigung des Rastvogelgebietes vor. Das habe die Untere Naturschutzbehörde bestätigt. Zudem gebe es ein Bündel an Ausgleichsmaßnahmen, zum Beispiel im Bereich des Baches Möseke. Das Gewässer werde in einem Abschnitt renaturiert und es werden die Randstreifen naturnah belassen, Wiesen nur einmal gemäht. Zweifel äußerte die Naturschützerin Hannelore Owens. Ihrer Ansicht nach seien die dort brütenden Vogelarten nicht ausreichend berücksichtigt worden. So sei die Feldlerche ein standorttreuer Vogel, die Ausgleichgebiete seien zu viel weit entfernt.

Ein Problem kann die Stadt nicht lösen. Nach Ansicht zahlreicher Bewohner von Groß Munzel und Holtensen ist die Autobahnausfahrt bei Holtensen viel zu eng. Die Situation werde sich mit dem Gewerbegebiet verschlimmern. Doch dafür ist die Stadt nicht zuständig und hat auch keinen Einfluss.

Von Jörg Rocktäschel

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