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Landwirten liegt das Tierwohl am Herzen

Barsinghausen Landwirten liegt das Tierwohl am Herzen

Landwirte dürfen nach Ansicht der stellvertretenden Regionspräsidentin Michaela Michalowitz (CDU) nicht ständig vor neue, kostenintensive Aufgaben gestellt werden. „Landwirt müssen leben“, sagte sie im Anschluss eines Ortstermins auf dem Hof der Familie Struß.

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Kai-Henrik Struß (links) erläutert Mitgliedern der CDU-Regionsfraktion die Situation der Milchbauern.

Quelle: Rocktäschel

Egestorf. Mitglieder der CDU-Fraktion Region Hannover haben den modernen Betrieb in Egestorf mit rund 120 Milchkühen im Rahmen ihrer Sommertour besichtigt, die unter dem Thema Gesundheit steht. „Es ist uns wichtig, mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen“, sagte Michalowitz, zudem sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Sie hoffe auf „wichtige Impulse“. In der Region müsse eine vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben. Es seien schon zu viele Betriebe aufgegeben worden.
Vernünftige Verbraucheraufklärung gehört nach Auffassung der Landwirte dazu. Zurzeit würden Vorurteile weiter verbreitet und somit gefestigt: Bio gut, herkömmliche Landwirtschaft schlecht. „Wir sind auch enttäuscht über realitätsferne Diskussionen in der Bundespolitik“, sagte Fred Arkenberg aus Kolenfeld vom Vorstand des Landvolkkreisverbandes Hannover. Er hat ebenfalls einen hochmodernen Milchviehbetrieb.
„Das Tierwohl liegt uns allen am Herzen“, betonte Betriebsleiter Kai-Henrik Struß. So sei die Behauptung falsch, es würden zu leichtfertig Antibiotika eingesetzt: „Wir beobachten unsere Tiere intensiv, reagieren schon bei ersten Anzeichen, damit Krankheiten nicht ausbrechen.“ Antibiotika seien nicht nur teuer, die Milch der Tiere dürfe auch nicht vermarktet werden. Zusätzliche Kosten und Verdienstausfall wolle jeder vermeiden – zumal die Erzeugerpreise für Milch ohnehin dramatisch gesunken seien. Ein Umschwenken auf Bio sei für die meisten nicht wirtschaftlich. Der Markt sei viel zu klein. Dem höheren Erzeugerpreis stünden deutlich höhere Kosten gegenüber. Beklagt wurde auch, dass die Dokumentation inzwischen 25 Prozent der Arbeitszeit ausmache. Die deutlich billigeren Importe, zum Beispiel aus Osteuropa, unterlägen keinen strengen Kontrollen. Sie stellten aber zum Teil eine existenzbedrohende Konkurrenz dar. Denn leider gelte immer noch: Der Verbraucher mag es billig.

Von Jörg Rocktäschel

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