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Laubholzanteil im Deister soll steigen

Barsinghausen Laubholzanteil im Deister soll steigen

Die Forstinteressentenschaft Barsinghausen-Altenhof setzt auf ihren Flächen verstärkt auf einen Mischwald. In Zukunft solle der Nadelholzanteil, der etwa zwei Drittel des Baumbestandes ausmacht, weiter verringert werden, sagte der Vorsitzende Wilhelm Gieseke.

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Betreuungsförster Thomas Seel-Schwarze (stehend) informiert die Forstinteressenten über die Bewirtschaftung ihrer Flächen.

Quelle: Rasche

Barsinghausen. „Wir wollen den Laubholzanteil erhöhen“, betonte Gieseke. Ein Mischwald sei unter anderem weniger anfällig für Schädlinge sowie für Unwetter. Das treffe inzwischen unter anderem auf die Flächen zu, die im Januar 2007 vom verheerenden Orkan „Kyrill“ weitgehend zerstört wurden und die sich Gieseke bei einer Forstbefahrung mit mehr als 60 Mitgliedern und Angehörigen auf zwei Treckern ansah.

„Wir haben mit Erstaunen festgestellt, dass die Flächen, die vernichtet wurden, alle wieder sehr grün und geschlossen sind“, berichtete der Vorsitzende. Die als Ersatz gepflanzten Lärchen und Birken seien mittlerweile sechs bis acht Meter hoch. Damit hätten sich die großen Anstrengungen der Forstinteressentenschaft, die damals entstandenen Lücken zu schließen, sichtbar gelohnt.

Auf anderen Flächen, die einen guten Unterwuchs haben, seien im vergangenen Jahr dagegen gezielt Buchen und Fichten gefällt worden, erläuterte Gieseke. Darüber hinaus sahen sich die Teilnehmer der Forstbefahrung die „Bäume des Jahres“ an, die die Forstinteressentenschaft seit 2011 an der Lauenauer Allee pflanzt. Nach einer Elsbeere, einer Lärche, einem Wildapfelbaum und einer Traubeneiche kam in diesem Jahr ein Feldahorn hinzu.

In einzelnen Gesprächen hätten Teilnehmer ihr Unverständnis über die Haltung des Rates zur Schaffung eines Fried- oder Ruhewaldes auf einer Fläche der Forstinteressenten geäußert, sagte Gieseke. Der Ausschuss für Planung, Bauen und Umwelt hatte sich Anfang Juli mit großer Mehrheit gegen einen Standort oberhalb der Bullerbachstraße ausgesprochen. Der Rat beauftragte die Verwaltung wenige Tage später, nach geeigneten Flächen für einen Ruhwald zu suchen, sah das Areal der Forstinteressenten - die insgesamt rund 253 Hektar Waldfläche im Deister bewirtschaften - aber ebenfalls als ungeeignet an. Gieseke verwies auf eine Petition, in der sich 373 Bürger mit ihrer Unterschrift für diesen Standort für Urnenbeisetzungen eingesetzt hatten. „Es ist schon ein Trauerspiel, dass das so einfach vom Bauausschuss weggewischt wurde“, sagte Gieseke. Er halte die Fläche wie viele andere Barsinghäuser weiter für geeignet.

Von Carsten Fricke

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