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Mann überlebt Sprung aus achtem Stock

Unglaublich Mann überlebt Sprung aus achtem Stock

Es klingt unglaublich - fast wie aus einem Superhelden-Film: Ein 22-jähriger Mann aus Neustadt hat einen Sprung vom Balkon im achten Stockwerk eines Wohnhauses an der Wilhelm-Busch-Straße in Barsinghausen überlebt. Er erlitt innere Verletzungen, schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr und ist ansprechbar.

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Von dem linken der beiden Balkone auf der rechten Seite des Hauses ist der Mann gesprungen.

Quelle: Jörg Rocktäschel

Barsinghausen. Von einem „unglaublichen Vorfall“ spricht Joachim Eickmeyer, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes der Polizei Barsinghausen. Für ihn ist der Grund für das wundersame Überleben des jungen Mannes noch nicht vollständig geklärt. Der Sprung hat sich bereits Sonnabendnacht um 2.50 Uhr ereignet, wurde aber erst jetzt bekannt. Die Polizei hatte zunächst hinsichtlich eines Tötungsdelikts ermittelt. Doch das werde inzwischen ausgeschlossen, auch um einen Suizidversuch habe es sich nicht gehandelt, sagt Eickmeyer: „Das hat der 22-Jährige bei der Befragung auf der Intensivstation versichert.“

Der Neustädter hatte in der Wohnung eines 19-jährigen Barsinghäusers zusammen mit einem weiteren 19-Jährigen gefeiert. Es seien Marihuana und Amphetamine konsumiert worden, berichtet der Kriminalhauptkommissar. Während der Zusammenkunft kam es zum heftigen Streit zwischen dem 22-Jährigen und dem Mieter. Dieser sei daraufhin aus der Wohnung ins Treppenhaus geflohen, der andere Gast in ein anderes Zimmer. Von da an kann die Polizei nur spekulieren. Möglich ist, dass der 22-Jährige aufgrund des Drogenkonsums auf die Idee gekommen ist, aus rund 20 Metern Höhe vom Balkon zu springen.

Eine Nachbarin berichtet, dass der Aufprall -„ein lautes Plumpsgeräusch“ - noch im vierten Stock zu hören war. Sie wollte gerade auf den Balkon gehen um zu rauchen. Die Frau hatte sich über den Lärm des Mieters im Treppenhaus geärgert, der laut um Hilfe schrie, bevor er in den Fahrstuhl stieg. „Aber da oben ist oft Randale. Wir sind das gewohnt. Erst kurz vor Ostern war die Polizei da“, sagt sie. Beim Blick vom Balkon wollte sie dann zunächst nicht glauben, was sie sah: „Der Mann hat auf der Seite gelegen, als ob er schläft. Aber er hat gewimmert und leise um Hilfe gerufen.“ Mit dem Kopf habe er einen Busch um rund 30 Zentimeter verfehlt. Als Polizei und Rettungskräfte eintrafen war der 22-Jährige nicht mehr ansprechbar. Das änderte sich aber schon bald wieder. Der Abdruck, den der Neustädter auf dem Rasen vor dem Wohnhaus hinterließ, ist noch zu sehen.

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