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Mehr Regenwasser speichern

Barsinghausen Mehr Regenwasser speichern

Können Regenrückhaltebecken als Wasserspeicher für die Versorgung der Bürger genutzt werden? Das will Kerstin Beckmann von Aktiv für Barsinghausen wissen. Sie regt an, künftig bei Bauprojekten die Rückhaltebecken so zu gestalten, dass Wasser aufgefangen und den Wasserwerken zugeführt werden kann.

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Das Wasserwerk Eckerde ist der Hauptversorger für Barsinghausen.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Bislang wird das Regenwasser nur zwischengespeichert und dann langsam in die Bäche abgeleitet, um Überschwemmungen zu vermeiden. Der Rohstoff Wasser sei viel zu kostbar, um nur als Durchlaufposten behandelt zu werden, urteilt Beckmann. Das sieht auch SPD-Ratsherr Bernd Gronenberg so.
Hintergrund für ihre Idee ist der in den vergangenen Jahren deutlich gesunkene Grundwasserspiegel. Auch aus den Deisterquellen fließt immer weniger Wasser in die Reservoirs der Stadtwerke. 2014 waren es nur noch 400 000 Kubikmeter, in den Vorjahren hingegen bis zu 700 000 Kubikmeter.
Der Grund für diesen Rückgang sind die schneearmen Winter. Regen versickert nicht, sonder läuft schnell die Hänge herunter. Schnee hingegen taut langsam ab und füllt die Quellen wieder auf, weiß Heiko Bartling, Leiter des Grundwasserwerks Eckerde.
Um den Verlust auszugleichen, beziehen die Stadtwerke zusätzlich Wasser vom Wasserverband Nordschaumburg aus der Förderanlage in Landringhausen. Auch Harzwasser wird in Barsinghäuser Versorgungsleitungen zugemischt. Doch selbst Harzwasser werde knapp, sagt Jochen Möller, Geschäftsführer der Stadtwerke.
Die Idee, Rückhaltebecken mit Speicherfunktion bei allen Bauprojekten vorzuschreiben sei zurzeit rechtlich nicht umsetzbar, sagt Torsten Holzhausen, technischer Leiter der Stadtwerke. Lediglich bei großen Projekten können die bekannten Auflagen gemacht werden. Um das Wassermanagement zu verbessern, lassen die Stadtwerke mit den Wasserverbänden Nordschaumburg und Garbsen-Neustadt die Fließrichtungen des Grundwassers untersuchen.

Von Jörg Rocktäschel

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