Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 9 ° Regen

Navigation:
Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte

Barsinghausen Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Barsinghäuser Stadtgebiet ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Insgesamt 776 Unfälle wurden von der Polizei aufgenommen oder im sogenannten vereinfachten Verfahren registriert – das sind 66 mehr als Jahr 2015.

Voriger Artikel
Ein kleiner Vorgeschmack auf den Frühling
Nächster Artikel
Messe zeigt die diakonischen Hilfsangebote

Peter Jeinsen (links) und Kommissariatsleiter Achim Bense stellen eine Karte vor, auf der besonders schwere Unfälle im Barsinghäuser Stadtgebiet markiert sind.

Quelle: Andreas Kannegießer

Barsinghausen. Gleichzeitig ist allerdings die Zahl der Verletzten und Toten gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. 115 Menschen sind 2016 auf Barsinghäuser Straßen bei Unfällen verletzt worden, zwei sind gestorben. Im Jahr zuvor waren 119 Verletzte und vier Verkehrstote registriert worden. Weil die Zahl der Personenschäden in Relation zur Anzahl der Unfälle seit Jahren sinkt, hat die Polizei eine insgesamt positive Bilanz gezogen. „Wir sind recht zufrieden“, sagten Kommissariatsleiter Achim Bense und der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Peter Jeinsen, am Freitag bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Bense führt die positive Entwicklung auf die immer besseren Sicherungssysteme in Autos zurück. „Und es wird noch besser werden, wenn sich Abstandswarner und ähnliche Technik durchgesetzt haben“, sagte der Kommissariatsleiter.

Die Wahrscheinlichkeit, bei Verkehrsunfällen verletzt zu werden, ist nach den Erfahrungen der Polizei besonders für ältere Menschen groß. Auch Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene bis 24 Jahre gehören laut Bense und Jeinsen zu den Risikogruppen.

Zu schaffen macht der Polizei die seit Jahren ständig steigende Zahl von Verkehrsunfallfluchten. 2016 wurden 204 Fälle registriert, drei Jahre zuvor waren es erst 135. Unfallflucht wird längst nicht nur nach Zusammenstößen mit geparkten Autos begangen. In rund einem Drittel der Fälle sind Fahrer nach Zusammenstößen unter den Augen der Unfallgegner geflüchtet, siebenmal gab es dabei sogar Verletzte. Die Aufklärungsquote nach Unfallfluchten ist von 36,5 auf 40,2 Prozent gestiegen. „Zeugen geben uns oft Hinweise oder melden sich nach Aufrufen im Kommissariat“, sagte Jeinsen und lobte die Aufmerksamkeit der Bürger.

Besondere Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet gibt es laut Polizei derzeit nicht. Die Kurve auf der Landesstraße 392 nahe des Esseler Hofes war nach mehreren Unfällen im Frühjahr 2016 mit einem Tempo-70-Schild entschärft worden. „Das hat was gebracht“, betonte Jeinsen.

Die Barsinghäuser Polizei hat bei der Verkehrsüberwachung 2016 Schwerpunkte unter anderem auf Tempoverstöße, auf die Missachtung der Vorfahrt und auf Regelverstöße beim Abbiegen gesetzt. Auch Verstöße von Radfahrern haben die Beamten häufig registriert. In diesem Jahr will das Kommissariat den Fokus zusätzlich auf Gurtsünder und auf Autofahrer richten, die am Steuer ihr Handy bedienen. „Da werden wir Personalstunden reinstecken“, kündigte Jeinsen an. Bei einer Kontrolle an der Deisterstraße seien jüngst in kurzer Zeit 18 Gurtsünder und sechs Fahrer mit ihren Handys erwischt worden.

Von Andreas Kannegießer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten

Ungezählte ehrenamtliche Helfer unterstützen die diakonischen Einrichtungen. Ihre Arbeit soll während der "Woche der Diakonie" besonders gewürdigt und vorgestellt werden. mehr

doc6x8752g9zie1mvr22nyd
Beim Bantorfer Oktoberfest geht es zünftig zu

Fotostrecke Barsinghausen: Beim Bantorfer Oktoberfest geht es zünftig zu

Ihr Kontakt zur Redaktion

Andreas Kannegießer:
Telefon: 05105 5213 - 14
E-Mail: andreas.kannegiesser@haz.de

Lisa Malecha:
Telefon: 05105 5213 - 19
E-Mail: lisa.malecha@haz.de