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Michael Rüter: Unsere Gesellschaft ist stark

Barsinghausen Michael Rüter: Unsere Gesellschaft ist stark

Erschüttert zeigte sich der Niedersächsische Staatssekretär Michael Rüter beim Besuch des durch einen Brandanschlag zum Teil zerstörten künftigen Flüchtlingswohnheims an der Hannoverschen Straße. Er sprach von einer menschenverachtenden Tat.

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Im Gespräch vor dem Rohbau des Flüchtlingswohnheims (von links): Erster Stadt Georg Robra, Staatssekretär Michael Rüter, die Barsinghäuser Juso-Vorsitzende Tabea Härdrich und der Juso-Vorsitzende der Region Hannover, Adis Ahmetovic.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen/Kirchdorf. Auch den Brandanschlag auf die drei städtischen Autos am Rathaus I verurteilte Rüter: „Solche Bilder verbindet man normalerweise mit dem Nahen Osten oder früher mit Belfast.“ Er war am Sonnabend der Einladung der Jusos der Region Hannover und der Jusos Barsinghausens gefolgt. Rüter ist Bevollmächtigter des Landes Niedersachsen beim Bund und zudem Koordinator des Bündnisses „Niedersachsen packt an“.
Der Staatssekretär forderte alle Demokraten auf, Haltung zu zeigen: „Solche Exzesse sind kontraproduktiv und haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.“ Von einer neuen Dimension des Fremdenhasses sprach Adis Ahmetovic, Vorsitzender der Jusos in der Region. Der erste Anschlag habe der Willkommenskultur gegolten, der zweite der freiheitlich demokratischen Grundordnung, stimmte er mit Tabea Härdrich überein, Juso-Vorsitzende in Barsinghausen.
Erster Stadtrat Georg Robra nutze die Gelegenheit, mehr Unterstützung für die Integration der Flüchtlinge einzufordern, vor allem in den Bereichen Bildung und Wohnungsbau. Rüter bestätigte anschließend während einer Diskussionsrunde im Kirchdorfer Gemeindehaus Arche, dass verwaltungstechnisch bei Bund und Land noch einiges asynchron laufe. „Aber das kriegen wir in den Griff“, versicherte er.
Von der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei er beeindruckt. Der Flüchtlingsstrom habe eine neue Form des Ehrenamts hervorgebracht, die auch nach den Vorfällen in der Sylvesternacht in Köln anhalte. Das sei ein Beleg, wie stark unsere Gesellschaft ist. Allerdings erschrecke ihn auch der seitdem in aller Offenheit vorgebrachte Rassismus. „Trotzdem müssen wir auf die Menschen zugehen, die Angst vor Veränderungen aufgrund der Anzahl der Flüchtlinge haben“, betonte der Staatssekretär.

Von Jörg Rocktäschel

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