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Minister Boris Pistorius besucht Sportschule

Barsinghausen Minister Boris Pistorius besucht Sportschule

Hoher Besuch zum Abschluss eines Lehrgangs der Sparkassen-Fußballschule des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV): Niedersachsens Innen- und Sportminister Boris Pistorius und DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg informierten sich über die Arbeit.

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Gut gelaunte Runde: NFV-Vertreter und 
die Gäste aus Polen stellen sich zum Gruppenbild mit Minister Boris Pistorius (Mitte) auf.

Quelle: Rocktäschel

Barsinghausen. Zu den Ehrengästen des Empfangs am Sonntagnachmittag gehörte auch Jozef Kotys, Vizevorsitzender des Parlaments der Woiwodschaft Oppeln. Der NFV unterhält seit 2005 eine erfolgreiche Partnerschaft mit dem Fußballverband der Woiwodschaft Großpolen. Diese bildete auch die Basis für die Zusammenarbeit zwischen dem DFB und dem polnischem Fußballverband (PZPN), die 2010 vereinbart wurde. „Dieser Vertrag war voller Floskeln. Mit Leben erfüllt wurde die Partnerschaft von engagierten Menschen in den Landesverbänden“, sagte NFV-Präsident Karl Rothmund. Der Vertrag werde demnächst verlängert.

Kernpunkte der Arbeit sind der Austausch von Jugend- und Auswahlmannschaften sowie die Ausbildung von Trainern und Schiedrichtern. Seit 2005 seien zum Beispiel 40 Schiedsrichter für jeweils einwöchige Lehrgänge in Polen gewesen, ergänzte NFV-Direktor Bastian Hellberg. Aus den Partnerschaften ist die „Miro Deutsche Fußballschule“ hervorgegangen. Die Schirmherrschaft hat der in Oppeln geborenen Weltmeister Miroslav Klose übernommen. Die Schule wurde 2015 in Chronstau eröffnet.

„Sport hat die Kraft die Welt zu verändern“, zitierte DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenborg den verstorbenen ehemaligen Präsidenten der Republik Südafrika, Nelson Mandela. Er sei sehr froh, dass es die Partnerschaft mit dem polnischen Fußballverband gebe, von der beide Seiten profitieren. Fußballer hätten eine sehr große Verantwortung und der Respekt vor dem anderen spiegele sich in den Projekten wider, war er sich mit NFV-Präsident Karl Rothmund einig. „Die Basis der Zusammenarbeit ist ein offenes, freiheitliche Europa“, betonte dieser. Trotz des jetzigen Trends des auseinanderdriftens „haben wir als Nachbarn die Pflicht, uns um den Fortbestand Europas zu kümmern“, ergänzte Gehlenborg.

Das sieht auch Jozef Kotys so: „Wir brauchen noch mehr gemeinsame Projekte, die Kinder zusammenführen. Wir brauchen Freundschaft und keine böse Propaganda.“ Für  Boris Pistorius entscheiden am Ende die Menschen, wie sie miteinander leben und nicht die Politik. Fußball sei dabei ein entscheidendes Element: „Ich hoffe, dass diese Erfolgsgeschichte weiter geschrieben wird.“ Die mittlerweile sechs Fußballschulen trügen auch deshalb zur Verständigung bei, weil sie den jungen Teilnehmern auch die deutsche Sprache vermitteln.

Die „Miro Deutsche Fußballschule“, bietet Kindern im Alter von vier bis zwölf Jahren Trainingseinheiten an. Laut Jozef Kotys gab es zuvor in Polen kein Schulsystem für junge Fußballer. Das Projekt ist auf Initiative von Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheit, zwischen DFB, NFV, der Woiwodschaft Oppeln und der dortigen Organisation der deutschen Minderheit entstanden. Die Trainer sprechen Deutsch, das Trainingsmaterial erstellt der DFB, das Sprachlernmaterial das Goethe-Institut Krakau.

Von Jörg Rocktäschel

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