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Mit Solidarität und Vernunft diskutiert

Barsinghausen Mit Solidarität und Vernunft diskutiert

Die Philosophie-Leistungskurse des Hannah-Arendt-Gymnasiums nehmen an einem Kooperationsprojekts mit der Leibniz Universität Hannover teil und bereiten sich auf die Hannah-Arendt-Tage in Hannover vor.

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Die Schüler des Philosophie-Leistungskurses des Hannah-Arendt-Gymnasiums nehmen an einem Projekt mit der Universität Hannover teil.

Quelle: Hartung

Barsinghausen. Texte lesen, interpretieren und diskutieren – diese Art des Unterrichts kannten die Schüler des Philosophie-Leistungskurses des Hannah-Arendt-Gymnasiums zwar schon. Nur mit Franziska Martinsen stand gestern eine andere Person vor den Schülern. Die Mitarbeiterin am Institut für Politische Wissenschaft der Leibniz Universität Hannover ist eine Expertin in Sachen Hannah Arendt – und war daher die richtige Person für eine Doppelstunde am Freitagvormittag.
Der Besuch von Martinsen ist Teil eines Kooperationsprojekts zwischen dem Barsinghäuser Gymnasium sowie der Universität und der Stadt Hannover. Am 29. Oktober finden im Schloss Herrenhausen die Hannah-Arendt-Tage statt. Für die dortige Abschlusspräsentationen bereiten sich die Schüler aktuell vor, im Gymnasium von Barsinghausen werden im nächsten Teil am 1. Juni in einer Schreibwerkstatt eigene Texte verfasst.
Zusammen mit Martinsen lag der Schwerpunkt auf dem theoretischen Bereich.Die Schüler setzten sich damit auseinander, was Solidarität ist, wie diese sich im Verhältnis zu Mitleid und Vernunft darstellt – und dabei war auch ein aktueller Bezug zur heutigen Flüchtlingskrise möglich, obwohl Arendts Werk „Über die Revolution“ aus dem Jahr 1963 stammt.
Aber genau das hat den rund 20 Schülern offenbar gefallen. „Es war toll, sich damit zu beschäftigen, weil die politischen Ereignisse praxisnah sind. Außerdem war spannend, dass die Texte von Hannah Arendt noch heute Gültigkeit haben“, sagte Martin Steinbach. Und sollten die jetzigen Elftklässler durch das aktuelle Projekt so motiviert werden, dass sie nach ihrer Schulzeit eine Philosophie-Laufbahn anstreben – Martinsen gab auch eine kurze Berufsberatung. „Es zählt nur der Master, wenn man Lehrer werden oder an der Uni arbeiten will. Eine Promotion ist auch möglich, das kann aber Jahre dauern.“ Das kurzfristige Ziel ist aber zunächst der 29. Oktober in Herrenhausen.

Von Stephan Hartung

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