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Modellfluggruppe fürchtet um ihre Existenz

Egestorf Modellfluggruppe fürchtet um ihre Existenz

Die Modellfluggruppe Barsinghausen fürchtet um den Bestand des Vereins. Der Vorstand kämpft derzeit gleich an zwei Fronten: Der vereinseigene Modellflugplatz in der Egestorfer Feldmark liegt inmitten des von der Region Hannover geplanten Vorranggebiets für Windenergie. Darüber hinaus will das Bundesverkehrsministerium die Flughöhen für Modellflugzeuge in Deutschland auf 100 Meter begrenzen – zu wenig für den Flugbetrieb in der Feldmark, meint der Vorstand.

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Die Modellfluggruppe Barsinghausen befürchtet, dass sie ihren Modellflugplatz in der Egestorfer Feldmark stilllegen muss. Wo heute die Modellbauer ihrem Hobby nachgehen, sollen Windkraftanlagen gebaut werden.

Quelle: Archiv

Egestorf. Falls im Bereich des Modellflugplatzes das Vorranggebiet für Windenergie tatsächlich ausgewiesen werde, müsse der Flugplatz aufgegeben werden, erläutert der stellvertretende Vereinsvorsitzende Ulrich Schulz. „Ein Betrieb wäre bei der neuen Größe der Windkraftanlagen nicht mehr möglich.“

Der Vorstand der Modellfluggruppe verweist auf die gültige amtliche Erlaubnis für den Betrieb des Flugplatzes. „Zusätzlich wurde dem Modellfliegerverband von der Region zugesichert, Modellflugplätze von solchen Vorhaben auszunehmen“, teilt Schulz mit. „Der Naturschutz oder der Erholungsfaktor scheinen außer Kraft gesetzt“, kritisieren die Modellbauer. „Die einzigen, die davon profitieren werden, sind die Bauern.“

Laut Schulz hat die Modellfluggruppe gerade mit großem Aufwand den Unterstand auf dem Modellfluggelände erneuert und die Rasenfläche mit großem Gerät für die neue Saison vorbereitet. „Alles vergeblich.“ Der Barsinghäuser Verein setzt nun auf Unterstützung vom Modellfliegerverband DMFV. Dieser werde der Modellfluggruppe mit Tipps, Ratschlägen und einem Rechtsbeistand zur Seite stehen, berichtet Schulz.

Auf dem Egestorfer Modellflugplatz dürfen die Flugzeuge derzeit 300 Meter hoch fliegen. Sollte die Flughöhenbegrenzung auf 100 Meter tatsächlich zur Rechtsnorm werden, „kann der Modellflugsport nicht mehr sinnvoll ausgeübt werden“, sagt Schulz. Segelflugzeuge etwa flögen in der Regel höher, weil Thermik erst in den oberen Luftschichten zu finden sei. „Für die Modellfluggruppe Barsinghausen würde das bedeuten, dass der Großteil der Flugzeuge nicht mehr zu gebrauchen ist“, betont Schulz.

Von Andreas Kannegießer

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