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Müllabfuhr: Politik gibt die Richtung vor

Hohenbostel Müllabfuhr: Politik gibt die Richtung vor

Angesichts steigender Müllgebühren, doppelter Abfuhrvarianten und umstrittener Mindestmüllmengen steht das Abfallentsorgungsunternehmen Aha beständig im Fokus. Bei einer Veranstaltung der Siedlergemeinschaft Hohenbostel nutzte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz die Gelegenheit, die Arbeit des Unternehmens zu erläutern.

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Diskutieren über Müllentsorgung (von links): Maik Renneberg (Aha), Hans-Joachim Tilgner (Siedlerbund Hohenbostel), Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz und Tibor Herczeg vom Verband Wohneigentum Niedersachsen.

Quelle: Andreas Kannegießer

Hohenbostel. Im Saal der Gaststätte Schisanowski entwickelte sich am Montagabend ein munterer Austausch zwischen den Referenten und den rund 40 Gästen. Schwarz und der Aha-Abteilungsleiter für Abfall- und Wertstoffabfuhr, Maik Renneberg, mussten auf zahlreiche Fragen antworten und Stellung nehmen zu Ideen und Verbesserungsvorschlägen aus dem Publikum. Der Aha-Geschäftsführer machte deutlich, dass sein Unternehmen selbst nur begrenzten Entscheidungsspielraum hat: „Wir machen, was die Politik verlangt“, sagte er. Das parallele Angebot von Sack- und Tonnenabfuhr beim Restmüll etwa ist Teil der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU in der Regionsversammlung. Mindestens bis zum Ende der Legislaturperiode sei dieses System festgeschrieben. In Schwarz’ Vortrag wurde deutlich, wie groß der Aufwand ist, den Aha für eine zuverlässige und zugleich umweltgerechte Müllentsorgung betreiben muss. Aha unterhält Deponien, Kompostierwerke, eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage und nicht zuletzt 21 Wertstoffhöfe. Größte Kostenblöcke sind nach den Worten des Aha-Geschäftsführers die Müllbehandlung mit 40 Prozent Kostenanteil und die Müllsammlung mit rund 36 Prozent vom Gesamtaufwand.

Die Gebührenhöhe sei „ein schwieriges Thema“, gab Schwarz zu: „Gerechtigkeit ist nicht immer zu schaffen.“ Renneberg betonte, dass bei der Müllentsorgung mit den umstrittenen Mindestmengen das Prinzip der Solidargemeinschaft gelte. „Es handelt sich um eine Gebühr und keine exakte Leistungsabrechnung.“ Im Gegenzug, so machten die Müllexperten deutlich, seien in der Region Hannover etliche Leistungen kostenlos, die anderswo teuer bezahlt werden müssten. Dazu gehören etwa die Sperrmüllabfuhr auf Anforderung und die Möglichkeit, Grünschnitt an zahlreichen Sammelstellen abzugeben. Die jüngste Gebührenerhöhung habe ihre Ursache vor allem in den sinkenden Papierpreisen, rechnete Schwarz vor. Der Preis für Altpapier sei von 145 Euro pro Tonne auf etwa 70 Euro gefallen, sagte er. Das führe für Aha zu jährlichen Mindereinnahmen von rund sieben Millionen Euro. „Das tut richtig weh“, betonte Schwarz.

Von Andreas Kannegießer

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